News

Geschäftsjahr 2010 der JUMO GmbH & Co. KG

Wie die gesamte Elektrotechnik- und Elektronikindustrie hat auch das Unternehmen JUMO den Aufschwung der Branche deutlich gespürt. Der weltweite Umsatz konnte von 143 Mio. Euro auf 170 Mio. Euro gesteigert und an das Vorkrisenniveau von 2008 wieder angepasst werden. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 entspricht dies einer Steigerung des konsolidierten Umsatzes von 18,9 %. Mit der weltweiten Produktion von Temperaturfühlern erreichte die Unternehmensgruppe bereits einen Umsatz von 62,4 Mio. Euro und ist somit weiterhin Weltmarktführer in diesem Segment.

Geschäftsführende Gesellschafter (v.r.): Dipl.-Kfm. Michael Juchheim, Dipl.-Ing. Bernhard Juchheim, Dipl.-Ing. Carsten Juchheim

In Deutschland erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 133 Mio. Euro, was einem Plus von rund 25 % zum Jahr 2009 entspricht. Am Jahresende betrug der Auftragsbestand über 40 Mio. Euro. Der Exportanteil der JUMO-Gruppe lag im Jahr 2010 bei rund 50 %. Dabei konnten vor allem die Tochtergesellschaften in China und Indien ein herausragendes Umsatzwachstum erreichen. Für das Geschäftsjahr 2011 strebt die Unternehmensgruppe einen Gesamtumsatz von 186 Mio. Euro an. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 9,4 %.

Beschäftigungssituation

Die Belegschaft der JUMO-Unternehmensgruppe umfasste per Dezember 2010 insgesamt 1706 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren am Standort Fulda 1146 - inklusive der 98 Auszubildenden - tätig, 46 in den Niederlassungen und Büros im Inland sowie 514 in den ausländischen Tochtergesellschaften. Insgesamt beschäftigte JUMO damit im Vergleich zum Vorjahr 36 Personen mehr. Anfang August 2010 wurden 26 neue Auszubildende eingestellt. Auch im Jahr 2011 möchte JUMO wieder möglichst viele Ausbildungsplätze anbieten, um qualifizierten Nachwuchs zu fördern und jungen Menschen eine Chance für eine Berufsausbildung zu geben.

Anzeige

Investitionen

JUMO investierte im letzten Jahr fast 4 Mio. Euro in Maschinen, Anlagen und Gebäude. In der Summe der vergangenen fünf Jahre hat JUMO mehr als 33 Mio. Euro für den Produktionsstandort Fulda aufgewendet.

Betriebliches Vorschlagswesen

"Aus der Praxis für die Praxis!" Das ist der Gedanke, der hinter dem Betrieblichen Vorschlagswesen (BVW) der JUMO GmbH & Co. KG steht. Schließlich wissen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ihrer täglichen Arbeit am besten, wo es Verbesserungspotenziale gibt. Dabei gilt: Jede Idee zählt, denn gerade in diesem Bereich zeigt es sich immer wieder, dass es die kleinen Dinge sind, die eine große Wirkung haben. 250 Verbesserungsinitiativen aus der Belegschaft sowie daraus resultierende Einsparungen in Höhe von 207384 Euro im Jahr 2010 sprechen für sich. Ebenso zeigt die über Jahre ansteigende Anzahl von Vorschlägen, dass sich JUMO-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter konstruktiv für Verbesserungen einsetzen. Und gute Ideen zahlen sich aus: Die Einreicher erhielten Prämien in einer Gesamthöhe von circa 20000 Euro. Um den Dank nicht nur in monetären Werten auszudrücken, wurde im Januar zur Anerkennung des Engagements und der Teilnahme am BVW zusätzlich zu einem Tagesausflug nach Baunatal in das VW-Werk mit anschließender Verköstigung in einem Brauhaus vor Ort eingeladen. Der am höchsten prämierte Verbesserungsvorschlag wurde von Alexandra Jonas aus dem Bereich Druckmesstechnik eingereicht. Ihre Empfehlung zur Optimierung des Ablaufs bei der Fertigung von Druckmessgeräten führt zu erheblicher Kosteneinsparung und einer deutlichen Senkung der Durchlaufzeit. Das Betriebliche Vorschlagswesen dient JUMO als wichtige Säule zum Erhalt und zur Verbesserung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. In der Kreativität der Belegschaft und in ihren Ideen steckt wertvolles Potenzial - JUMO weiß dies zu schätzen.

Beitritt zur "Charta der Vielfalt"

Die Vielfalt der modernen Gesellschaft, beein¿usst durch die Globalisierung und den demogra¿schen Wandel, prägt das Wirtschaftsleben in Deutschland. Unternehmen können wirtschaftlich nur erfolgreich sein, wenn die vorhandene Vielfalt ¿ sowohl in Bezug auf die Belegschaft als auch auf die Bedürfnisse von Kunden und Geschäftspartnern ¿ erkannt und genutzt wird. Die Fülle an Fähigkeiten und Talenten, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens mitbringen, eröffnet Chancen für innovative und kreative Lösungen. Aus diesem Grund wurde im Dezember 2006 die "Charta der Vielfalt" ins Leben gerufen; eine Unternehmensinitiative, die sich für eine durch Fairness und Wertschätzung geprägte Unternehmenskultur einsetzt. Auch JUMO ist es ein Anliegen, ein von Vorurteilen und Ausgrenzung freies Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem jeder Mitarbeiter Wertschätzung erfährt, unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Somit wurde am 1. Februar 2011 im Rahmen einer Feierstunde in Wiesbaden der offizielle Beitritt von JUMO und 14 weiteren hessischen Unternehmen beurkundet. Das Traditionsunternehmen, das bereits seit Beginn eine Unternehmenskultur im Sinne der Charta verfolgt, verpflichtet sich durch diesen Beitritt, nun auch jährlich, öffentlich Auskunft zu geben über seine Aktivitäten und den Fortschritt bei der Förderung von Vielfalt und Wertschätzung. Auf diese Weise werden bestehende Strukturen, Prozesse, Tätigkeiten sowie Denkweisen innerhalb des Unternehmens bewusst überdacht, angepasst und kontinuierlich im Sinne der Charta erweitert. JUMO wird im Rahmen der Charta

1. eine Unternehmenskultur pflegen, die von gegenseitigem Respekt und der Wertschätzung jedes Einzelnen geprägt ist.

2. alle Personalprozesse überprüfen und sicherstellen, dass diese den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie dem Leistungsanspruch gerecht werden.

3. die Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb des Unternehmens anerkennen, die darin liegenden Potenziale wertschätzen und für das Unternehmen gewinnbringend einsetzen.

4. die Umsetzung der Charta zum Thema des internen und externen Dialogs machen.

So ist es möglich, dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel entgegenzuwirken und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen angenehmen Rahmen für ihre tägliche Arbeit zu schaffen. Geschäftsführender Gesellschafter Bernhard Juchheim unterstützt das Projekt mit folgenden Worten: "Wir möchten ein Arbeitsklima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens schaffen und ein Arbeitsumfeld bieten, das komplett frei von Vorurteilen ist. Die Anerkennung und Förderung unserer vielfältigen Potenziale schafft wirtschaftliche Vorteile für unser Unternehmen, denn die Basis gesunder Unternehmen sind motivierte Mitarbeiter und darauf bauen wir!"

Aussichten 2011

Die deutsche Elektroindustrie ist strukturell sehr gut aufgestellt, da die modernen und innovativen Technologien der Branche unentbehrlich sind, um besseren Klimaschutz, höhere Energie- und Ressourceneffizienz, wachsende Elektromobilität, eine effiziente Gesundheitswirtschaft oder eine modernere Infrastruktur zu erreichen. Somit zählt sie nach wie vor zu den größten Wirtschaftszweigen weltweit. Zudem eröffnet eine Steigerung des Welt-Elektromarktes im Jahr 2010 um circa 6 % sowie vergleichbar positive Wachstumserwartungen für 2011 auch weiterhin positive Aussichten für die Branche.

Die drei geschäftsführenden Gesellschafter Bernhard, Carsten und Michael Juchheim sind sich sicher: Die JUMO-Gruppe wird sowohl durch Innovationen als auch mit ihrem starken Fokus auf den Kunden ihren Anteil an den internationalen Märkten der Mess- und Regeltechnik weiterhin erhöhen können. Die qualifizierte und motivierte Belegschaft sowie 23 eigene Tochtergesellschaften und zahlreiche Vertretungen im Ausland bieten die besten Voraussetzungen dafür.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Sauerstoffmessung in Aquakulturen

Allzeit bereit

Um eine nachhaltige Aquakultur zu gewährleisten, ist eine kontinuierliche Messung der die Wasserqualität bestimmenden Parameter erforderlich. Unter anderem müssen Sauerstoff und Trübung präzise gemessen bzw. geregelt werden.

mehr...
Anzeige

Integriertes Datenmanagement

Ihre im Labor erzeugten Daten können Sie sicher und strukturiert in einem System sammeln. NEC und labfolder bieten ein Mittel für die effiziente Verwaltung großer wissenschaftlicher Datensätze an.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Integriertes Datenmanagement
Die Herausforderung bei der Digitalisierung des Laboralltags besteht im Wechsel von Papierlaborbüchern und Computerdateien zu einer Datenmanagementsoftware, die große Datensätze strukturiert innerhalb eines einzigen Systems sammelt.

Zum Highlight der Woche...