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Merck schließt 2. Registrierphase unter REACH ab

Ende Mai 2013 hat Merck weitere 70 Stoffe gemäß der europäischen REACH-Verordnung registriert. Merck hatte bereits zum Ende der 1. Registrierphase am 30. November 2010 rund 100 Stoffe, die unter die REACH-Verordnung fallen, bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA in Helsinki registriert und damit die sichere Verwendung dieser Stoffe nachgewiesen.

Zum 31. Mai 2013 endete die Übergangsfrist für die Registrierung von Stoffen, die in einem Mengenband von 100 bis 1000 Tonnen pro Jahr importiert oder hergestellt werden. Abhängig von der Tonnage gibt REACH für die Registrierung verschiedene Übergangsfristen vor - die 3. und letzte Übergangsfrist endet 2018 und erfasst alle Stoffe im Mengenband von 1 bis 100 Tonnen pro Jahr.

Mit der Registrierung verbunden ist die Erstellung eines umfangreichen Stoffdossiers, das Daten zu den physikalisch-chemischen, toxikologischen und ökotoxikologischen Eigenschaften enthält. Auf Basis dieser Daten und der Verwendungsinformationen eines Stoffes wird eine Stoffsicherheitsbeurteilung durchgeführt, die letztlich im Stoffsicherheitsbericht mündet. Dieser beschreibt den sicheren Umgang eines Stoffes in seinen spezifischen Verwendungen. Die wesentlichen Inhalte eines Stoffsicherheitsberichts werden über das erweiterte Sicherheitsdatenblatt (eSDB) in der Lieferkette weitergegeben.

"Merck nutzt ein verschlanktes eSDB-Format, das dem Kunden in übersichtlicher Form die von Merck abgdeckten Verwendungen mit ihren Rahmenparametern darstellt und bietet damit eine vergleichsweise bessere Übersichtlichkeit", sagt Sören Reimann, Leiter der Einheit Registration und verantwortlich für die Implementierung von REACH. "Das Scaling-Tool ScIDeEx®, das den Kunden auf der Merck Website zur Verfügung steht, ermöglicht darüber hinaus, bei geringfügig abweichenden Verwendungsbedingungen zu prüfen, ob sich der Kunde noch im Rahmen der von Merck geprüften sicheren Verwendungen bewegt."

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REACH-Registrierungen werden grundsätzlich in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen/Mitregistranten in einem "Substance Information Exchange Forum" (SIEF) durchgeführt. Merck hat in diesen Kooperationen für wichtige Stoffe jeweils die federführende Rolle übernommen. So konnte Merck auf Basis der Erfahrungen aus der ersten Registrierphase diese Registrierungen sehr effizient und deutlich vor Fristende abschließen. Ferner war es möglich, etliche Stoffe der 3. Registrierphase bereits bis Mai 2013 zu registrieren und damit die sichere Verwendung von Merck-Chemikalien vorzeitig nachzuweisen.

"Parallel zu den nunmehr etablierten Registrierverfahren haben wir begonnen, die ersten Zulassungsverfahren für sogenannte SVHC-Stoffe vorzubereiten", so Michael Siebold, Leiter der Einheit Corporate Regulatory Affairs und zuständig für Product Safety in der Merck-Gruppe. SVHC steht für Substance of Very High Concern, zu Deutsch: besonders besorgniserregender Stoff. "Da diese Stoffe einem großen Substitutionsdruck unterliegen und letztlich vom EU-Markt verschwinden sollen, sind das betriebswirtschaftliche Risiko und der Aufwand, ein Autorisierungsverfahren erfolgreich abzuschließen, für alle Unternehmen in der Lieferkette sehr hoch."

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