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Neubau für NMR-Spektrometer in Halle/Saale

Im April 2009 wurde mit einer wissenschaftlichen Festveranstaltung ein Zentrum für Kernresonanzspektroskopie an der Martin-Luther-Universität in Halle an der Saale eingeweiht. Im Rahmen der Umsiedlung verschiedener Einrichtungen der Universität auf die ehemals militärisch genutzten Flächen im Stadtteil Heide-Süd entstand für den Fachbereich Physik ein Neubau für ein NMR-Spektrometer. Das NMR-Spektrometer ermöglicht die Erforschung der Struktur von chemischen Stoffen und Molekülen, z. B. Strukturbestimmungen von Proteinen. Die pbr Planungsbüro Rohling AG erstellte die Architekturplanung für das Projekt. Das Entwurfskonzept für den Neubau sah eine Weiterentwicklung des ur-sprünglichen städtebaulichen Konzeptes der Gesamtanlage aus den dreißiger Jahren vor. Das NMR-Gebäude nimmt die Fluchten der ehemaligen Mannschaftsgebäude bzw. der neuzeitlichen Anbauten auf und fügt sich in die Gesamtanlage harmonisch ein. Die Fassaden erhielten eine Putzoberfläche in Anlehnung an die bestehende Bebauung. Das Flachdach sowie die durchlaufenden Fensterbänder weisen auf die neuzeitliche Entstehungszeit hin. Der kubische Neubau gliedert sich in die Bauteile Labor- und Verwaltungstrakt und die NMR-Halle. Von einer zentralen Erschließungshalle an der Betty-Hermann-Straße aus werden die Mitarbeiter und Studenten auf kurzem Weg zu den einzelnen Funktionsbereichen geführt. Der Labortrakt und die Verwaltung wurden als Stahlbetonmassivbau konstruiert. In der NMR-Halle wurden antimagnetische Baustoffe sowie ein erschütterungsfreies Fundament eingesetzt, da das für den Neubau erworbene 800 MHz-Spektroskop von magnetischen Störungen und Erschütterungen freigehalten werden muss. Im Verwaltungsbereich wurde ein Ausbauraster von 1,38 m gewählt, das aus den Fluchten der bestehenden Baukörper entwickelt wurde. Im Labortrakt sind die Labore in einem Achsraster von 3,60 m angeordnet. Seit fast 50 Jahren erbringt die pbr Planungsbüro Rohling AG Architekten- und Ingenieurleistungen für öffentliche, industrielle und private Auftraggeber an mittlerweile acht Standorten im Bundesgebiet. Das fachübergreifend und interdisziplinär arbeitende Büro beschäftigt derzeit über 275 Mitarbeiter. Die pbr AG betreut und steuert Projekte für den Verwaltungs-, Ausbildungs-, Industrie-, Kultur-, Freizeit-, Gesundheits- und Wohnungsbausektor. Zu den von der pbr AG betreuten Projekten gehören u. a. der Neubau des Technologiezentrums Biopark Gatersleben, der Neubau eines Institutsgebäudes für den Fachbereich Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Neubau von Labor- und Verwaltungsgebäuden für die ESA Noordwijk.

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