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Preis des Zukunftsforums Biotechnologie für Julia Tröndle
Der Preis des Zukunftsforums Biotechnologie der DECHEMA geht in diesem Jahr an Julia Tröndle vom Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik der Technischen Universität München (TUM). Das Preisgeld in Höhe von 3000 EUR wird zur Hälfte von der Sartorius AG gestiftet.
In ihrer Masterarbeit untersuchte Julia Tröndle einen Produktionsprozess für die Aminosäure L-Phenylalanin mit E. coli, bei dem Glycerin, das "Abfallprodukt" der Biodieselherstellung, und Ammoniak als Substrate eingesetzt werden. Dabei bildet sich nach 20...24 h Essigsäure und die L-Phenylalaninproduktion bricht ab. Durch metabolische Kurzzeitanalysen mit Zellen aus dem Produktionsprozess konnte Julia Tröndle zu unterschiedlichen Prozesszeitpunkten Substrataufnahme- und Produktbildungsraten bestimmen. Diese dienten als Grundlage für intrazelluläre Kohlenstoffflussbilanz- und -varianzanalysen.
Die Ergebnisse sind nun Ausgangspunkt weiterer metabolischer Kurzzeitanalysen mit anderen Substraten. Vergleichende Proteomanalysen der untersuchten Prozesszustände und Metabolomanalysen sollen schließlich eine ausreichende Datenbasis liefern, um die die für den Abbruch verantwortlichen metabolischen Veränderungen im Produktionsstamm erklären zu können.









