Die Augen der Teilchenphysik

Neue Sonderausstellung im Bonner Universitätsmuseum

Bonner Teilchenphysiker arbeiten weltweit mit vielen Kollegen an den großen Fragen nach dem Ursprung des Universums oder nach dem Aufbau der Materie, künftig auch auf dem Campus Poppelsdorf in einem neuen Technologiezentrum.

Der Crystal Barrel Detektor an der Elektronen-Stretcher-Anlage (ELSA). (Bild: Christoph Schmidt / Uni Bonn)

Die neue Sonderausstellung des Universitätsmuseum der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität widmet sich besonders den komplizierten Instrumenten zum Nachweis kleinster Teilchen, den Detektoren. Die Ausstellung „Detektoren: Die Augen der Teilchenphysik“ wird am 16. April 2015 um 17 Uhr im Universitätsmuseum eröffnet.

Teilchendetektoren helfen Physikern, Antworten auf grundlegende Fragen zum Ursprung des Universums zu finden. Weltweit bekannt wurde der ATLAS-Detektor. Durch ihn konnte 2012 das Higgs-Teilchen gefunden werden. An Entwicklung und Bau dieses Detektors waren Forscher und Forscherinnen der Universität Bonn beteiligt. Die Ausstellung im Universitätsmuseum zeigt den ATLAS-Detektor im Modell.

Exponate aus dem Physikalischen Institut zeigen den Besuchern den Weg von einem Chip, wie er aus einer handelsüblichen Digitalkamera bekannt ist, hin zu einem komplexen Teilchendetektor. Bonner Teilchendetektoren kommen sowohl am CERN, in Japan, aber auch am Bonner Beschleuniger ELSA am Physikalischen Institut zum Einsatz. Anhand beispielhafter Exponate werden diese verschiedenen Anwendungen verdeutlicht.

Oliver Ricken, Robert Menzen, Christoph Krieger, Steffen Schaepe (von links) und weitere Kollegen des Physikalischen Instituts der Universität Bonn haben das Modell des ATLAS-Experiments aus LEGO-Bausteinen gebaut. (Bild: Volker Lannert / Uni Bonn)

Vorträge begleiten die Ausstellung
Sieben Vorträge von Bonner Teilchenphysikerinnen und Teilchenphysikern begleiten die Ausstellung durch das Sommersemester 2015. Sie sind allgemein verständlich und befassen sich mit dem größten Labor der Welt, dem Universum (30. April 2015), mit verschiedenen Aspekten des ATLAS-Detektors (07. Mai und 28. Mai 2015), mit der Physik von Zeit und Raum (21. Mai 2015), mit den Experimenten an ELSA (11. und 18. Juni 2015) und mit der Suche nach Dunkler Materie (25. Juni 2015).

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Dies hier ist die im Mai 2014 eingebaute, innerste Lage des ATLAS-Pixeldetektors. An Entwicklung und Bau dieses Detektors war das Physikalische Institut der Universität Bonn maßgeblich beteiligt. (Bild: Heinz Pernegger / ATLAS-Experiment)

Eröffnung am 16. April
Eröffnet wird „Detektoren. Die Augen der Teilchenphysik“ im Universitätsmuseum am Donnerstag, 16. April 2015 um 17.00 Uhr. Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Barbara Valeriani-Kaminski, Physikalisches Institut der Universität Bonn, und von Dr. Thomas Becker, dem Leiter des Universitätsmuseums. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Kooperation des Physikalischen Instituts der Uni Bonn, des Helmholtz-Instituts für Strahlen- und Kernphysik und des Universitätsmuseums.

Unter www.teilchendetektor-ausstellung.uni-bonn.de erfahren Sie mehr über die Ausstellung. Sie läuft bis zum 28. Juni 2015. Parallel dazu ist die Dauerausstellung des Universitätsmuseums weiter zu den üblichen Zeiten geöffnet.

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