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Hannover Institut für Technologie HITec - Grundsteinlegung für interdisziplinären Forschungsbau

Terahertz-KalorimetrieWie sich Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

Hat Idee des Terahertz-Kalorimeters realisiert: Martina Havenith

Chemikerinnen und Chemiker der Ruhr-Universität Bochum haben eine neue Methode entwickelt, mit der sie Veränderungen in der Energie und Struktur von Wassermolekülen in der Umgebung gelöster Moleküle erfassen können. 

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Hannover Institut für Technologie HITecGrundsteinlegung für interdisziplinären Forschungsbau

Um die Bedingungen in der Quanten- und Raum-Zeit-Forschung am Standort Hannover noch weiter zu verbessern und das internationale Spitzenniveau zu festigen, entsteht an der Leibniz Universität das hochmoderne Hannover Institut für Technologie – kurz HITec. Bauherr ist das Land Niedersachsen, vertreten durch das Staatliche Baumanagement Hannover.

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Forschungszentrum HITec

Mit der offiziellen Grundsteinlegung am 27. Januar 2015 haben die Bauarbeiten für das von Carpus+Partner geplante und jetzt realisierte Forschungszentrum begonnen. Die zukunftsweisende Infrastruktur wird – zum ersten Mal in Europa – Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Technologieentwicklung interdisziplinär unter einem Dach vereinen. Bis zu 120 Wissenschaftler werden hier gemeinsam in den Gebieten Quantenphysik, Festkörperphysik, Geodäsie, Laserentwicklung und Weltraumtechnologie arbeiten.

Der Bau beherbergt zukünftig physikalische Labore, in denen optische Instrumente entwickelt, gefertigt und getestet werden sowie einige der leistungsfähigsten Forschungsanlagen weltweit: etwa eine hochspezialisierte Faserziehanlage für Weltraumausrüstung in einem über drei Geschosse reichenden Reinraum der Klasse 7 oder eine so genannte Atomfontäne, in der die Flugbahnen von Atomen präzise vermessen werden. Außerdem können im Freifallsimulator „Einstein-Elevator“ mehrsekündige Versuche unter Schwerelosigkeit oder mit Anziehungskräften, wie sie etwa auf dem Mond herrschen, durchgeführt werden. Auf der ganzen Welt ist die Art und Größenordnung dieser Anlage einzigartig.

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Aufrisszeichnung

Entsprechend anspruchsvoll war die Planung. „Von Beginn an stand die konsequente Trennung der hochempfindlichen komplexen optischen Anlagen von den zahlreichen Störimpulsen im Fokus“, schildert Albert Borucki, der verantwortliche Projektleiter bei Carpus+Partner. Darum haben die Architekten einen vollständig vom Laborteil entkoppelten „Technik-Rucksack“ für die Verdichter-, Lüftungs- und Kälteanlagen geplant. Und auch der Turm, in dem der Einstein-Elevator untergebracht ist, wird mit einer Trennfuge vollständig vom Rest des Gebäudes separiert. Auf diesem Weg werden Labore realisiert, deren Schwingungspegel gemäß der relevanten Vibration-Criteria-Richtlinie VC-E mit etwa 3 µm/s weit unterhalb der menschlichen Wahrnehmungsschwelle von 100 µm/s liegt.

„Die Labore, Testumgebungen und die vorgesehenen Großgeräte des Instituts gibt es in dieser Qualität und Bündelung weder an deutschen noch an internationalen Forschungsinstitutionen“, so Prof. Dr. Wolfgang Ertmer, Vorsitzender QUEST Leibniz Forschungsschule und Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG. „Im HITec werden grundlegende Fragestellungen der Physik im interdisziplinären Zusammenwirken mit der Geodäsie und den Ingenieurwissenschaften untersucht. Damit steht, neben den zu untersuchenden eminent wichtigen Fragen der Grundlagenforschung, das HITec nicht nur für unsere national wie international herausragende Physik, sondern auch für den fächerübergreifenden Forschungs-, aber auch Lehransatz“, sagt Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität.

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