Editorial MF

Makroskopische Mikrofluidik

Dass sich mikrofluidische Systeme und Komponenten zum Handling winzigster Volumina auch mit bloßem Auge sehen lassen und sehen lassen können, das – liebe Leser – zeigt nicht nur die 3. Ausgabe unseres Magazins MikroFluidik, die Sie gerade in Händen halten. Denn in natura anschauen können Sie sich diese auch, nämlich vom 21. bis 24. September auf der MipTec in Basel, über die wir in dieser Ausgabe ebenfalls berichten.

Wie aktuell und gefragt das Thema ist, unterstrich der Erfolg der ersten Roadshow Mikrofkluidik 2010, die im Sommer in Köln, Frankfurt, Rheinfelden und Mannheim Station machte. Der Mix aus Fachvorträgen, Produktausstellung und Gedankenaustausch zwischen den Praxisanwendern und Forschern aus den Bereichen Pharma-, Spezial- und Feinchemie sowie Mikroreaktionstechnik fand großen Anklang. Auch darüber lesen Sie in dieser Ausgabe.

Dass „Mikrofluidik“ branchenübergreifend von Interesse ist, zeigt der Eintrag in Wikipedia, wo der Begriff inzwischen Einzug hielt und wo er knapp, aber treffend wie folgt umschrieben wird: „Die Mikrofluidik beschäftigt sich mit der Handhabung von Flüssigkeiten und Gasen auf kleinstem Raum. Unterschiedliche Technologien und Materialgruppen finden hier Einsatz… Fluide werden bewegt, gemischt, getrennt oder anderweitig prozessiert… Die einsetzbaren Strukturen sind oft schon aus der Makrowelt bekannt und können unter der Beachtung spezifischer Parameter für kleine Dimensionen skaliert werden. Hinzu kommen jedoch auch physikalische Prinzipien, welche erst in kleinen Dimensionen angewendet werden können. Anwendung findet die Mikrofluidik in Gebieten wie Biotechnologie, Medizintechnik, Prozesstechnik, Sensortechnik und neuerdings auch bei Konsumgütern.“

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Konsumgüterapplikationen spielen in unserem Magazin natürlich keine Rolle, aber alle anderen Gebiete, wie eine kurze und unvollständige Auflistung unserer Themen in dieser Ausgabe zeigt: Dosieren im Pikoliterbereich: Was heute machbar ist; Effiziente Automatisierungslösungen: Präzise Sensoren gewährleisten Prozesssicherheit; Nanoliterdosierung für Biotechnologie, Diagnostik und Industrie; Geregelte Zweiphasenströmung für Lab-on-a-Chip-Anwendungen; Transport von Biomolekülen; Minilabor weist Antibiotikarückstände nach; Krankheiten früher erkennen: Zellen, Proteine und Moleküle automatisiert untersuchen – ein, wie wir glauben, breitgefächertes Themenspektrum, das auch Ihr Interesse findet. Über ein zahlreiches Feedback Ihrerseits würden wir uns freuen!
Zwei Hinweise noch zu guter letzt: Sollten Sie diese Ausgabe von einer Kollegin oder einem Kollegen erhalten haben und sich dafür interessieren, beachten Sie bitte unseren Info-Fax-Service auf der dritten Umschlagseite. Dort haben Sie nämlich die Möglichkeit, die nächsten MikroFluidik-Ausgaben kostenlos anzufordern. Wenn Sie umgekehrt unser Magazin weiterempfehlen möchten – was uns natürlich freuen würde –, dann gehen Sie bitte auf http://www.labo.de. Dort finden Sie es als E-Paper zum Durchblättern und Weiterleiten. Alle Leser wiederum können mit Hilfe des „Fax-back“ weitere Informationen zu den redaktionell vorgestellten sowie beworbenen Produkten anfordern – ein heutzutage nicht mehr weit verbreiteter, weil kostenintensiver Service!

Dr. Hans-Jürgen Hundrieser

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