Pflanzen verteidigen sich mit AllelochemikalienAuch für Medizin interessant
Ein Forscherteam, darunter Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, konnte jetzt zeigen, dass einige von Pflanzen abgegebenen Stoffe beim Kampf gegen Nachbarpflanzen gezielt Eingriffe in die Struktur des Erbguts vermitteln und so deren Wachstum stoppen.
Manche Pflanzen greifen ihre Nachbarn an, um sich Wachstumsvorteile zu verschaffen. Dazu geben sie über ihre Wurzeln chemische Stoffe ab, z.B. DIBOA, die im Boden umgewandelt werden können. Toxine, die dabei entstehen, in diesem Beispiel dargestellt durch APO, dringen in die Wurzeln von Nachbarpflanzen ein und hindern diese am Wachstum. Manche dieser pflanzlichen Giftstoffe sind aber auch für die medizinische Forschung interessant und werden derzeit auf ihre Wirksamkeit in der Krebstherapie untersucht (Urheber: Claude Becker, Sebastián Petersen (Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie) und Markus Burkard (Uniklinikum Tübingen)).

