HPLC-Tipp

Der HPLC-Tipp

Symptome und Ursachen in der Routine-HPLC

von Dr. Stavros Kromidas, Saarbrücken

Der Fall

Änderungen im Chromatogramm einer Routine-Methode können bestimmten Ursachen zugeschrieben werden. Eine Zuordnung ist natürlich nicht immer einfach bzw. eindeutig. Die bewusste Wahrnehmung der Korrelation jedoch zwischen Symptom und Ursache hilft bei der Eingrenzung von mehreren, möglichen Ursachen. Beschränken wir uns hier auf die häufigsten Fälle; desweiteren setzen wir voraus, dass seitens des Anwenders keine Hardware- oder sonstige Änderung bewusst vorgenommen, also zum Beispiel eine längere Säule oder eine längere/dünnere Kapillare eingebaut wurde.

Die Lösung

In der Tabelle 1 sind auf der linken Spalte häufige Symptome und auf der rechten Seite mögliche Ursachen aufgeführt.

Δ: Änderung tm : Totzeit (Durchbruchszeit)

F : Fluss tR : Retentionszeit

Tabelle 1

Viele der möglichen, oben genannten Ursachen können schnell überprüft werden, zum Beispiel stimmt die Wellenlänge, ist der Fluss richtig - was macht die Totzeit!? Weitere Ursachen können bei Kenntnis der Methode ausgeschlossen werden, beispielsweise Instabilität der Probe, Verstopfung durch Niederschläge, so dass de facto nur wenige, mögliche Ursachen übrig bleiben.

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Das Fazit

Bei 80...90 % der Probleme in der Routine sind immer wieder die gleichen Ursachen im Spiel. Der Hauptgrund liegt leider nicht selten in der mangelnden Robustheit von validierten, seit langem sich im Einsatz befindenden Methoden: Man hat bei der Methodenentwicklung/Validierung seinerzeit nicht an die realen Bedingungen des Alltags gedacht. Übrigens: Die schwachen Punkte einer RP-HPLC-Methode sind meist die Probenvorbereitung und ein komplexer, pH-Wert-instabiler Eluent häufig in Kombination mit einer polaren, also einer zwar selektiven, aber für die Routine häufig weniger geeigneten Säule.©by Stavros Kromidas

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