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Projekt zur Labor-Umgestaltung

Neue Laborumgebung bei Repha Biologische Arzneimittel

Möbel auswählen, bestellen und aufstellen – fertig ist das neue Labor? Tatsächlich steckt einiges mehr hinter einer modernen Laboreinrichtung, die Architekten, Laborfachkräfte, Sicherheitsbeauftragte und Nachhaltigkeitsberater gleichermaßen zufrieden stellt. Fast könnte von einer Art Spannungsfeld gesprochen werden; es gilt, vielfache Interessen und Sicherheitsvorgaben unter einen Hut zu bekommen.
Das Laboreinrichtungsdesign unterstützt die Arbeitsstruktur, integrierte Glastrennwände stärken das Teamgefühl. © Köttermann

Die moderne Laborplanung lässt sich als anspruchsvoll bezeichnen, ein ganzheitliches Konzept ist meist die Antwort auf vielfältige Anforderungen. Eine Vielzahl an Faktoren spielen bereits ab dem ersten Gespräch mit den Kunden eine Rolle. Denn Labore sind nicht bloße Arbeitsräume, stattdessen bieten sie das Umfeld und eine "Basis" für präzises, sicheres und effizientes Forschen, Experimentieren oder Analysieren. Ob es sich um Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung oder analytische Prozesse handelt, die Gestaltung eines Labors kann einen Einfluss auf die Produktivität, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und so letztlich auch auf den Erfolg des jeweiligen Unternehmens haben.

Von der Analyse zum Plan

Eine erfolgreiche Laborplanung startet mit den zu erfüllenden Anforderungen und Wünschen des jeweiligen Unternehmens oder Instituts. Also mit einer Analyse der Aufgaben, die das zukünftige Labor erfüllen soll. Wie sehen die Tätigkeiten im Einzelnen aus? Was steht bei der Zusammenarbeit der Mitarbeitenden im Vordergrund und welche technischen Voraussetzungen müssen berücksichtigt werden? Die Mitarbeitenden sollen in einer Umgebung arbeiten, die sie optimal unterstützt – sei es durch ergonomische Arbeitsplätze, klare Raumstrukturen oder modernen Arbeitsschutz.

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Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Zukunftssicherheit. Labore müssen flexibel genug sein, um sich an veränderte Anforderungen anzupassen. Dies betrifft sowohl die räumliche Planung als auch die technische Ausstattung. Das Thema Nachhaltigkeit wird dabei nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch aus ökonomischer Perspektive immer relevanter: Energieeffiziente Technologien, langlebige Materialien und eine durchdachte Infrastruktur minimieren langfristig Kosten und Umweltbelastungen.

Am Beispiel der vom Köttermann-Partner Landgraf Laborsysteme HLL für das Unternehmen Repha in Langenhagen realisierten neuen Laborräume wird deutlich, wie ein ganzheitlicher Planungsansatz innovative Lösungen hervorbringt: Es entstand ein nachhaltiges Gebäudekonzept und für die Laborfachkräfte eine Umgebung, in der sie sich wohlfühlen.

Kapazitäten schaffen

Repha, ein Unternehmen im Bereich biologischer Arzneimittel, konnte in den letzten Jahren stark expandieren. Die in den Pandemiejahren gestiegene Nachfrage nach natürlichen Wirkstoffen zur Unterstützung des Immunsystems und des Wohlbefindens stellte erhöhte Ansprüche an die Kapazitäten im Laborbereich und an die Abläufe der Qualitätssicherung. Die bisherigen Räumlichkeiten waren nicht mehr ausreichend, was eine umfassende Neugestaltung der Laborräume erforderlich machte.

Labormitarbeitende einbinden

Das Hauptziel des Projekts war das Schaffen moderner, strukturierter Laborräume, die sowohl ein sicheres Arbeiten gewährleisten sollen und funktional, aber auch optisch ansprechend sind. Ein erstes intensives Planungsgespräch zwischen Planern der Landgraf Laborsysteme HLL GmbH, dem Laborleiter von Repha, den Labormitarbeitenden, den Architekten von "bss architektur" in Hannover und Experten von Köttermann fand im nahegelegenen Showroom des Laboreinrichtungsherstellers statt. Ein essenzieller Planungsfaktor wurde von Beginn an damit umgesetzt: Schon in der Konzeptphase wurden die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer der Räume aktiv eingebunden, um sicherzustellen, dass ihre Anforderungen und Wünsche berücksichtigt werden.

Technik für mehr Nachhaltigkeit

Ein zentraler Fokus des gesamten Gebäudeneubaus lag auf Nachhaltigkeit, auf die das Unternehmen Repha bei allen Prozessen besonderen Wert legt. So sind die neuen Räumlichkeiten energieeffizient gestaltet: Ohne fossile Heizsysteme setzt Repha auf Wärmepumpen und Solarenergie. Das innovative Luftkonzept integriert auch die Laborabzüge in die Belüftung und Temperierung, was zu einer gleichbleibenden Laborluftqualität beiträgt. Die Abzüge übernehmen auf diese Weise eine doppelte Funktion: Sie schützen nicht nur die Mitarbeitenden bei kritischen Arbeitsschritten, sondern sorgen durch Luftaustausch gleichzeitig für ein gesundes Raumklima. Durch den Verzicht auf Warmwasserspeicher wird der Energieverbrauch zusätzlich reduziert.

Räumlich getrennt, aber nicht allein

Neben der Technik legte das Pharmaunternehmen großen Wert auf ein modernes, lichtdurchlässiges Design. Glaswände schaffen eine Balance zwischen räumlicher Trennung und visuellem Kontakt, wodurch konzentriertes Arbeiten ermöglicht und gleichzeitig ein Gemeinschaftsgefühl gefördert wird. Bis ins Detail durchdacht: Arbeitsschritte, die Lärm verursachen, können abgetrennt von den anderen Laborräumen stattfinden. Ergonomische Arbeitsplätze und eine klare räumliche Struktur haben einen positiven Einfluss auf Arbeitsabläufe und fördern das Wohlbefinden.

Lösungen denken und umsetzen

Strukturiert und sicher arbeiten, unterschiedliche Tätigkeitsbereiche voneinander separieren, dennoch sichtbar lassen – das waren Wünsche, die die Idee von Teillaboren Realität haben werden lassen. Heute gibt es ein HPLC- und Enzymlabor, aber auch einen Wägeraum, jeweils getrennt durch gläserne Trennwände. Mit Hilfe von Wand- und Deckenmediensäulen kann der Platz für HPLC-Geräte und Monitore besser genutzt werden.

Mit einer durchdachten Planung, innovativer Technik und einem guten Teamwork konnten visionäre Konzepte in reale Räume transformiert werden. Die Bilder der neuen Laborumgebung bei Repha Biologische Arzneimittel zeigen anschaulich die fortschrittliche Labor-Innenarchitektur.

AUTORIN
Manuela Sterns
Köttermann GmbH, Uetze
Tel.: 05147/976-0
[email protected]
www.koettermann.com

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