Labo Online - Analytic, Labortechnik, Life Sciences
Home> Labortechnik> Laborgeräte> Afrika: Ein Labor für den Artenschutz

Anforderungen an Luftreinheit erfülltZertifizierte Reinraumleuchte für universellen Einsatz

Reinraum mit Leuchten

Die neue LED-Leuchte „Protection IPA“ von Regiolux erfüllt die ISO-Klasse 1 nach DIN EN ISO 14644-1 und damit die höchsten Anforderungen an Luftreinheit.

…mehr

LabortechnikAfrika: Ein Labor für den Artenschutz

Ein Labor für den Artenschutz Pro Wildlife und Kenianische Wildtierbehöre benötigen dringend Laborausstattung
sep
sep
sep
sep
Labortechnik: Afrika: Ein Labor für den Artenschutz
Das Fleisch geschützter Wildtiere gilt in Afrika als Delikatesse: Jährlich werden dort Millionen Wildtiere illegal gejagt und im großen Stil verkauft. Ein staatliches Labor für Wildtier-Forensik soll nun die ausufernde Wilderei eindämmen. Mit DNA-forensischen Analysen wollen Forscher den Wilderern das Handwerk legen.

Doch die Mittel sind knapp. Deshalb rufen die Artenschutzorganisation Pro Wildlife und die Kenianische Wildtierbehörde Hersteller von Labortechnik zu Sachspenden auf: Gebraucht wird Laborausstattung wie z.B. Zentrifugen, Schüttler, Inkubatoren, PCR-Thermocycler, Elektrophoresesysteme und Laborwaagen, aber auch Software und Bildsysteme zur DNA-Analyse.

In Afrika boomt der illegale Handel mit dem Fleisch geschützter Tiere. Millionen Wildtiere wie Gazellen, Zebras, Giraffen, Affen und Elefanten werden jährlich gewildert. Diese Wilderei im großen Stil dient nicht der Eigenversorgung, sondern kommerziellen Zwecken: Gewilderte Tiere werden in afrikanischen Städten massenhaft angeboten. „Wenn Menschen Wildfleisch essen, bedroht das nicht nur die Artenvielfalt“, sagt Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Es ist für den Menschen auch gefährlich, denn das Fleisch kann Krankheiten wie Milzbrand, Ebola, Tollwut, Creutzfeld-Jakob-Krankheit und SARS übertragen.“
Zwar ist der Handel mit Wildfleisch in vielen Afrikanischen Ländern verboten. Doch nur selten werden die Wilderer auf frischer Tat ertappt. Das macht die strafrechtliche Verfolgung schwierig. Auf Märkten und in Metzgereien wird Wildfleisch häufig als Rind-, Ziegen- oder Schaffleisch ausgegeben. Fell und Knochen, die zur optischen Identifizierung dienen könnten, werden entfernt. In solchen Fällen können nur DNA-Analysen gerichtsfeste Beweise und rechtskräftige Verurteilungen liefern.

Anzeige

Bisher gibt es nur wenige Labors in Europa und den USA, die auf Wildtier-Forensik spezialisiert sind. Deshalb plant die kenianische Wildschutzbehörde, in Nairobi ein Labor einzurichten, das in der Lage ist, entsprechende Untersuchungen durchzuführen. Das Labor soll später auch zur Aufklärung von Straftaten in anderen afrikanischen Staaten zur Verfügung stehen.
„Das Konzept steht, die Räumlichkeiten sind vorhanden, standardisierte DNA-Techniken etabliert“, sagt Daniela Freyer. Das kenianische Personal wird von Experten der Universität Jerusalem in Israel und Kenia geschult. Auch die Internationale Polizeiorganisation INTERPOL unterstützt den Aufbau des Artenschutzlabors durch das von der deutschen Regierung finanzierte Programm „Oasis Africa“. „Nun brauchen wir dringend Sach- oder Geldspenden für die Ausstattung des Labors – und hoffen, dass der Schutz von Wildtieren auch deutschen Unternehmen am Herzen liegt. Jede Spende ist willkommen“, so Freyer.

Firmen, die das Projekt unterstützen möchten, erhalten nähere Informationen bei Pro Wildlife e.V., Projektleiterin Daniela Freyer. Telefon 089/81299507. Weitere Informationen: www.prowildlife.de.

Anzeige
Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Forscher sitzen mit Taschenlampen bei Dunkelheit im Außengelände

Weltweites AmphibiensterbenHerkunft geklärt: Amphibien-Killer-Pilz stammt aus Asien

Genetische Untersuchungen haben zur Klärung der Herkunft des berüchtigten Bd-Pilzes beigetragen, der zum globalen Amphibiensterben beiträgt. Jetzt wird ein Ende des internationalen Amphibienhandels gefordert.

…mehr

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

Produktfoto X-Cite XYLIS

Weites SpektrumLeistungsstarke LED-Weißlichtquelle für die Fluoreszenzmikroskopie

Die LED-Weißlichtquelle X-Cite XYLIS von Excelitas Technologies hat das weiteste Spektrum aller verfügbaren LED-Weißlichtquellen und ist durch ihre Helligkeit die erste vollwertige Alternative zu Halogen-Metalldampflampen.

…mehr
Der ICH260 von Memmert.

Umweltfreundliche KältemittelKompressor-gekühlte Klima- und Brutschränke

Memmert hat zur Achema zwei Temperiergeräte mit klimaneutralem CO2 als Kältemittel (R744) eingeführt. Der Klimaschrank ICHeco sowie der Kompressor-Kühlbrutschrank ICPeco sind nach Angaben des Unternehmens nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch leistungsstärker als Geräte, die mit fluorierten Treibhausgasen gekühlt werden.

…mehr
Die Schöpfdose DispoDipper ermöglicht die Entnahme und den Transport der Probe in einem. (Bild: Bürkle GmbH)

Sicheres Beproben von FlüssigkeitenEinweg-Schöpfdose für Probenahme und Transport

Mit der neuen reinraumgefertigten Schöpfdose DispoDipper von Bürkle ist sicheres Beproben von Flüssigkeiten und anschließender Transport der Probe in nur einem Gerät möglich. Sie ist komplett in einem Stück gefertigt und wird speziell für den Einwegbedarf produziert. Eine Cross-Kontamination oder Verunreinigung der Probe ist mit diesem Probenehmer nahezu ausgeschlossen.

…mehr
Mann mit Tablet

Schritt für SchrittDer lange Weg zum vernetzten und vollumfänglich digitalen Labor

Um nicht eines Tages feststellen zu müssen, den Anschluss an die digitale Laborwelt verpasst zu haben, sollten Labore bereits heute erste (kleine) Maßnahmen in Richtung Digitalisierung unternehmen.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Bildergalerien bei LABO online

Anzeige

Nichts mehr verpassen!

LABO Newsletter abonnieren

Der kostenlose LABO Newsletter informiert Sie über neue Produkte, Lösungen, Technologietrends und Innovationen aus der Branche sowie Unternehmensnachrichten und Personalmeldungen.

Anzeige
Anzeige

Mediaberatung