Dichtungen, metallische gekammert

Dichtung mit dem O-Effekt

Es ist schon ein seltsames Loch in der Verantwortungskette Hersteller und Vertrieb von Druckgasflaschen auf der einen Seite und Hersteller von dazu passenden Druckminderern auf der anderen Seite. Beide Systeme passen nur dann zueinander und sind in sicherer Weise nutzbar, wenn die richtige Dichtung dazu sachgerecht ausgewählt wurde. Jedoch: Die Dichtungen produziert ein anderer Hersteller und die Verantwortung über die Wahl der Dichtung liegt damit alleine beim Betreiber und Nutzer der Gasanlage.

Genügte früher eine Art Faserdichtung für die technischen Gase, so hat sich heute die Anwendung auf die Nutzung hochreiner Gase und auch sehr giftiger Gase verlagert. Dementsprechend müssen dazu die Dichtungen ausgesucht werden und der Betreiber der Gasversorgung muss bei jedem Gasflaschenwechsel den Zustand der Dichtung sorgfältig kontrollieren und beurteilen. Und trotzdem passiert es immer wieder: Die Flaschendichtungen verspröden, splittern, zeigen Risse, werden undicht – und zwar während der Gas-Entnahme im laufenden Betrieb! Drei Ursachen sind wesentlich dafür: Der Dichtungswerkstoff war zu alt, Weichmacher war nicht mehr ausreichend enthalten. Eventuell wurde die Druckminderer-Mutter zu fest an das Gasflaschenventil angezogen. Mit der Folge, dass sich das Dichtmaterial – wegen der fehlenden, allseitigen Kammerung – sich immer flacher verformte, einfach durch „wegfließen“ undicht wurde. Es fehlte in diesen Fällen ein umfassender O-Ring aus Metall, der das Dichtungsmaterial am „wegfließen“ hindert. Dieser Dichtungstyp mit dem äußeren Metallring, PTFE und auch andere Werkstoffe, ist nun verfügbar für die Druckminderer nach DIN 477/Druckgastechnik bis 200 bar.

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Mit der Nutzung dieser Dichtungen ist der Betreiber der Gassysteme zwar nicht aus seiner Verwantwortung entlassen, aber es ist ein wesentlicher Schritt in verbesserte Betriebssicherheit getan. Denn diese einfache metallische O-Ring-Einfassung gewährleistet, dass sich der Anpressdruck des Druckminderers auf das Dichtmaterial überträgt und länger konstant bleibt. Das gefürchtete „Fließen“ ist durch die Kammerung weitgehend unterbunden, selbst sprödes Dichtungsmaterial kann nicht mehr ohne weiteres und ohne Vorwarnung splittern und damit unkontrolliert giftiges Gas freisetzen.

Nach den positiven Erfahrungen mit den gekammerten Dichtungen für die DIN-Druckminderer hat der Hersteller die O-Effekte auf gebräuchliche, zylindrische Standard-Anschluss-Gewinde übertragen. Verfügbare Größen umfassen den Bereich von 1/8 Zoll bis 1 Zoll. Die Dichtungen unterscheiden sich hier in zwei Varianten: PTFE-Lochscheibe innen und außen ist der Edelstahlring eingeprägt oder Edelstahl-Außenringe mit vulkanisierter Viton-Profildichtung an der Innenseite. In jedem Falle sind die Dichtelemente selbstzentrierend und damit dauerhaft dicht bei unterschiedlichen Gasen und unterschiedlichen chemischen Anforderungen.
Der Hersteller liefert bereits ab ein Stück Druckminderer-Dichtungen oder Standard-Anschluss-Gewinde- Dichtungen. Bei Preisen ab ca. 3 €  / Stück wird eine verbesserte Betriebssicherheit bei der Gasversorgung noch nicht mal teurer.

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