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Artikel und Hintergründe zum Thema

Effektive und kostengünstige Darmkrebs-Früherkennung

Melanie Steinbeck,

FITs gleichwertig mit teuren DNA-Tests

Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben nachgewiesen, dass immunchemische Tests auf verborgenes Blut im Stuhl (FITs) in Sensitivität und Spezifität mit den deutlich teureren DNA-Stuhltests (MSDTs) mithalten können.

© hkama/stock.adobe.com

FITs zur Darmkrebs-Früherkennung

FITs sind ein zentraler Bestandteil der Darmkrebs-Vorsorge und stehen gesetzlich Versicherten in Deutschland ab 50 Jahren jährlich und ab 55 Jahren alle zwei Jahre kostenlos zur Verfügung. Sie erkennen verborgenes Blut im Stuhl, ein möglicher Hinweis auf Darmkrebs oder seine Vorstufen.

In den USA sind seit einigen Jahren multitarget DNA-Stuhltests (MSDTs) verfügbar, die neben Blut auch tumorspezifische DNA nachweisen. Diese Tests sind empfindlicher, aber weniger spezifisch, was häufiger zu falsch-positiven Ergebnissen führt. Trotz ihres 20-fach höheren Preises werden sie in den USA zunehmend eingesetzt.

Ein Team um Hermann Brenner vom DKFZ konnte nun belegen, dass herkömmliche FITs ähnliche Ergebnisse liefern können, wenn deren Schwellenwert entsprechend angepasst wird – und das zu weitaus geringeren Kosten.

Erkenntnisse aus der BLITZ-Studie

Die Analyse basiert auf Daten der BLITZ-Studie, einer laufenden Untersuchung mit mehr als 7.000 Teilnehmenden. Neben der Vorsorge-Koloskopie wurden deren Stuhlproben auch mit FITs untersucht. Der Vergleich mit den Koloskopie-Befunden zeigte, dass durch Anpassung des Schwellenwerts der FIT dieselbe Sensitivität und Spezifität erreichen kann wie der MSDT.

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„Unsere Ergebnisse zeigen, dass neben der Koloskopie auch die immunologischen Stuhltests ein großes Potenzial für die Prävention und Früherkennung von Darmkrebs haben, das in Zukunft noch viel mehr genutzt werden könnte und sollte“, betont Studienleiter Hermann Brenner.

BLITZ-Studie: Neue Verfahren in der Früherkennung

Die BLITZ-Studie (Begleitende Evaluierung innovativer Testverfahren zur Darmkrebs-Früherkennung) wird vom DKFZ in Kooperation mit niedergelassenen Gastroenterolog:innen durchgeführt. Ziel ist die Bewertung neuer Stuhl- und Bluttests hinsichtlich ihres Nutzens in der Darmkrebsprävention.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

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