Das Porträt

Das Porträt

7 Fragen an Helmut Hirner, WALDNER

>Was reizt Sie (besonders) an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Die Firma Waldner verkörpert in idealer Weise die Kombination eines traditionellen Familienunternehmens in bester Lage mit einem weltweit erfolgreichen innovativen und diversifizierten Produktportfolio. Ein so großes, mittelständisches und weltweit aktives Unternehmen wie Waldner mit seiner tollen Mannschaft und attraktiven Produkten aktiv mitzugestalten, ist die Herausforderung, die ich gesucht habe.

Welche Ziele haben Sie sich bzw. für Ihr Unternehmen in nächster Zeit und für die weitere Zukunft gesetzt?

Wir wollen bei Waldner nachhaltig profitabel mit vertretbarem Risiko gesund wachsen, d.h. wir wollen expandieren, zuerst noch stärker als bisher in Asien und neu in Richtung Amerika. Bei WALDNER Laboreinrichtungen möchten wir weltweit Marktanteile dazu gewinnen. Diesem Ziel sind wir mit einem Auftragseingang von über 100 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/2006 einen deutlichen Schritt näher gekommen.

Wo liegen die besonderen Herausforderungen für Sie?

Die strategische Steuerung einer so vielfältigen Firmengruppe zu übernehmen: Durch permanente Rückkoppelung mit den Märkten und deren spezifischen Eigenheiten erfahre ich viel über die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden und setze es mir dann zum Ziel, unsere Unternehmen mit ihren Sparten optimal darauf auszurichten. Was halten Sie für Ihre größten Stärken und Schwächen?
Meine größte Stärke liegt darin, strategisch ausgerichtete Ziele zu setzen und diese stringent zu verfolgen, um eine nachhaltige Ergebnisorientierung und -verbesserung zu erreichen. Bei der Umsetzung bin ich manchmal etwas ungeduldig.

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Wie beurteilen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in Deutschland?

Deutschland befindet sich auf klarem Wachstumskurs. Die Anzahl der Projekte für WALDNER Laboreinrichtungen hat deutlich zugenommen. Der Schwerpunkt liegt jedoch nach wie vor sehr stark bei den öffentlichen Auftraggebern. Wir hoffen, dass unsere weltweit erfolgreichen Industriekunden der Chemie und Pharmazie in 2007 auch in Deutschland wieder stärker investieren werden.
Insgesamt rechnen wir mit einer weiteren konjunkturellen Erholung in Deutschland über mehrere Jahre hinweg. Wir denken, dass alle Sparten der WALDNER Firmengruppe davon profitieren werden.

Trotzdem gilt unser Fokus immer mehr den Märkten außerhalb Deutschlands. Und mit der Entwicklung unserer Sparten in Richtung Exportfähigkeit sind wir sehr zufrieden. Die ersten Erfolge waren bereits im vergangenen Geschäftsjahr deutlich zu spüren.

Wo liegen die Märkte der Zukunft?

Ein viel versprechender Markt – was Wachstumsraten anbelangt – ist im Moment immer noch Asien. Hier steigt die Nachfrage nach hochwertiger Laboreinrichtung zunehmend.

Auch in den USA wächst der Labormarkt weiter. Dort entwickelt sich derzeit ein Trend hin zu flexiblen Laboratorien. Kurze Umrüstzeiten und vielseitige Nutzbarkeit der Labors stehen hier im Vordergrund.

Weiterhin geht der generelle Trend im Labor immer mehr dahin, dass Laborabzüge die höchsten Sicherheitsvorschriften erfüllen müssen, dabei aber möglichst wenig Energie verbrauchen dürfen und insgesamt eine ökologische Bauweise vorweisen sollen. Für diese Anforderungen sind die Waldner Produkte konzipiert und weltweit führend.

WALDNER Laboreinrichtungen kommt in diesen Zeiten die gute Marktstellung in Deutschland und die starke Positionierung der Töchter in Europa zugute. Dies hat es uns ermöglicht, trotz der widrigen Umstände, die momentan den europäischen Markt immer noch beherrschen, in diesem Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung zum Vorjahr zu erreichen.

Gibt es sonst noch etwas, was Sie unseren Lesern mitteilen möchten?

Positives Denken ist die Voraussetzung für die Erfolge in der Zukunft. Und ich hoffe, dass die Euphorie und Aufbruchsstimmung, die Deutschland während der Fußballweltmeisterschaft erfasst hat, die nächsten Jahre über anhält.

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