Röntgenseminar mit Praktikum

Industrielle Röntgentechnik als zerstörungsfreies Prüfverfahren

Die Fraunhofer-Allianz Vision veranstaltet am 10. und 11. Juni 2015 in Fürth das Seminar mit Praktikum „Industrielle Röntgentechnik als zerstörungsfreies Prüfverfahren für die Qualitätssicherung in der Produktion“. Das Seminar ermöglicht den Teilnehmern einen Einblick in den aktuellen Stand der industriellen Röntgentechnik und vermittelt die Möglichkeiten und derzeitigen Grenzen dieser Technologie.

Mithilfe der Röntgentechnik können auch große Objekte bis in den letzten Winkel hinein durchleuchtet werden. (Bild: Fraunhofer EZRT)

Die hieraus gewonnenen Informationen sollen die Teilnehmer bei der Investitionsplanung im eigenen Unternehmen unterstützen. Anmeldungen zu diesem Seminar sind per E-Mail unter vision@fraunhofer.de oder im Fraunhofer Vision-Web-Shop unter www.vision.fraunhofer.de/webshop möglich.

Während des Praktikums werden den Teilnehmern verschiedene Röntgensysteme vorgestellt. (Bild: Fraunhofer-Allianz Vision)

Zum Inhalt
Wie alle „Seminare mit Praktikum“ der Fraunhofer-Allianz Vision ist auch das „Röntgenseminar“ zweitägig aufgebaut und setzt sich aus Theorie und Praxis zusammen. Im ersten Teil werden theoretische Grundlagen und Methoden der industriellen Röntgentechnik erläutert und die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Verfahren dargestellt: Bildgebung mit Röntgen, Kameratechnik, Röntgenverfahren (Radioskopie, Laminographie, Computertomographie), Simulation und Datenauswertung.

Im Praxisteil werden realisierte Anwendungen vorgestellt und Hinweise zu den Aspekten Strahlenschutz und Sicherheit gegeben. Danach stehen dann in Form eines „Praktikums“ unterschiedliche Systeme zur Verfügung, an denen in kleinen Gruppen persönliche Erfahrungen gewonnen werden können. Die Teilnehmer können hierfür auch eigene Proben zur Untersuchung einreichen.

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Mögliche Einsatzgebiete der industriellen Röntgentechnik sind unter anderem:

  • Erkennung von Defekten im Materialinneren (Lunker, Risse, Fehlstellen, Fremdkörper) z. B. bei Bauteilen aus Guss, Metall, Keramik, Kunststoff oder Holz sowie bei Leichtbaukomponenten (Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbünde).
  • Schichtweise Untersuchung großer flächiger Bauteile z. B. für Bauteile aus CFK oder GFK aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Windkraft oder Automobilbau oder aus dem Bereich Elektronik: elektronische Flachbaugruppen, Leiterplatten, Solarzellen.
  • 3D-Volumenrekonstruktion mit allen innenliegenden Strukturen, Visualisierung der Geometrie und Lagebestimmung von Defekten z. B. für Faserverbünde: Charakterisierung, Faserverteilung und Ausrichtung .
  • Computertomographie als Messmittel: dimensionelles Messen als Alternative zur klassischen Koordinatenmesstechnik und für Rapid Prototyping und Reverse Engineering.
  • Quantitative CT als Messinstrument für physikalische Materialeigenschaften, z. B. zur Ermittlung der räumlichen Verteilung der physikalischen Dichte oder zur Gewichtsbestimmung unzugänglicher Objektbestandteile.
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