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Auszeichnungen für Lebensmittelchemiker

Die Lebensmittelchemische Gesellschaft, Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker, vergab anlässlich des 40. Deutschen Lebensmittelchemikertages in Halle am 13. September 2011 Auszeichnungen für herausragende Leistungen. Die Joseph-König-Gedenkmünze für besondere Verdienste um wissen¬schaftliche Entwicklung und Förderung der Anerkennung der Lebensmittelchemie erhielt Professor Dr. Alphons G.J. Voragen, Universität Wageningen. Chem.-Dir. Helmut Streit, Wackernheim, wurde die Adolf-Juckenack Medaille für Verdienste um den Berufsstand der Lebensmittelchemiker verliehen. Mit dem Gerhard-Billek-Preis für die beste Dissertation im Fach Lebensmittelchemie wurde Dr. Dominik Durner, Neustadt/Weinstraße, ausgezeichnet.

Professor Dr. Alphons G.J. Voragen ist einer der weltweit anerkanntesten Forscher auf dem Gebiet der Strukturaufklärung komplexer Kohlenhydrate und Proteine. In seinem Institut für Lebensmittelchemie wurden bahnbrechende neue analytische Methoden entwickelt, die heute weltweit als Standardmethoden eingesetzt werden. Damit hat Voragen neue wissenschaftliche Erkenntnisse in einzigartiger Weise in die Praxis umgesetzt. Überdies hat er den internationalen Studiengang "Lebensmittelwissenschaften" initiiert. Er war Mitglied zahlreicher wichtiger nationaler und internationaler wissenschaftlicher und administrativer Gremien, in denen er viele positive Spuren hinterlassen hat. In Halle wurde er mit der 7500 Euro dotierten Joseph-König-Gedenkmünze für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

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Die Adolf-Juckenack-Medaille wird an Persönlichkeiten verliehen, die durch ihren jahrelangen persönlichen Einsatz in wichtigen Positionen und durch ihre Tätigkeit den Berufsstand der Lebensmittelchemiker gefördert haben. Chem.-Dir. Helmut Streit, bis zu seiner Pensionierung tätig im Institut für Lebensmittelchemie und Arzneiprüfung in Mainz, erhielt die Medaille insbesondere für die Verdienste in seiner Funktion als langjähriger Vorsitzender und stell¬vertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Lebensmittelchemiker im öffentlichen Dienst.

Dr. Dominik Durner, Dienstleistungszentrum Ländliche Regionen Rheinpfalz, Abteilung Weinbau und Oenologie, erhielt den mit 2000 Euro dotierten Preis für seine Dissertation "Mikrooxygenierung von Rotweinen". Durner hat in seiner Promotion sensorische Veränderungen identifiziert, die zugrundeliegenden chemischen Prozesse aufgeklärt und einen reproduzierbaren Einsatz von Sauerstoff während der Rotweinbereitung geliefert. Damit kann eine sichere Erzeugung definierter Rotweinstile aus stark schwankenden Ausgangsqualitäten ermöglicht werden.

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