Molekulare LichtquelleEine Nanolampe mit blitzschnellem Schalter
Information wird in immer kleineren Bauelementen verarbeitet und übertragen, und zwar mal mit Elektronen und mal mit Licht. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart haben nun eine Lichtquelle entwickelt, die einen elektrischen Spannungspuls mithilfe eines einzelnen Moleküls in einen Lichtpuls umwandelt.
Zwischen einer Goldoberfläche, die mit einer Schicht kugeliger Kohlenstoff-Moleküle beschichtet ist, und der Spitze eines Rastertunnelmikroskops legen Forscher des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung eine Spannung an. Das elektrische Feld, das dabei entsteht und in der Grafik durch die grauen Pfeile angedeutet wird, lässt sich über die Höhe der Spannung und über den Abstand zwischen der Spitze und der Metalloberfläche regulieren. Bei einer bestimmten Feldstärke wird das in Magenta dargestellte Einzelmolekül elektrisch geladen, was zugleich dazu führt, dass elektrische Energie aus dem Stromkreis in Licht, angedeutet durch die gelbe Welle, umgewandelt wird. (Bild: MPI für Festkörperforschung)

