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Carl-Zeiss-Forschungspreis vergeben

Seit 1990 wird der Carl-Zeiss-Forschungspreis alle zwei Jahre überreicht. In diesem Jahr geht der Preis an zwei renommierte Wissenschaftler: an Professor Rainer Blatt von der Universität Innsbruck und an Professor Ignacio Cirac vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching. Blatt und Cirac wurden für ihre bahnbrechenden experimentellen und theoretischen Arbeiten auf dem Gebiet der Quanteninformation sowie für die Konzepte und Ideen, die sie aus der Quantenoptik entwickelt haben, ausgezeichnet. "Mit diesen Arbeiten spielen sie eine führende Rolle in der Quanteninformatik als einem der heute aktivsten Forschungsbereiche", kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Carl Zeiss AG, Dr. Dieter Kurz. Beide Wissenschaftler haben nicht nur den Weg für die künftige Quantentechnologie geebnet, sondern diesen Weg auch konsequent beschritten. Blatt und seine Gruppe waren mit die Ersten, die Experimente zur Quanteninformationsverarbeitung mit Ionenfallen einleiteten - Ideen, die von Ignacio Cirac und Peter Zoller initiiert wurden. Die herausragenden experimentellen Ergebnisse machten Innsbruck zu einem der weltweiten Zentren für Quanteninformationsverarbeitung. Cirac hat grundlegende theoretische Beiträge dazu geleistet, wie Aufgaben der Quanteninformatik in quantenoptischen Systemen umgesetzt werden können. Seine bemerkenswerten Arbeiten haben den Weg für die Entwicklung der Quanteninformationsforschung geebnet. Professor Gerd Leuchs, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts in Erlangen, hob in seiner Laudatio hervor, wie aufsehenerregend die Arbeiten der Preisträger auf das Fach gewirkt haben. Alle zwei Jahre würdigt Carl Zeiss mit dem Carl-Zeiss-Forschungspreis außergewöhnliche Leistungen internationaler Optikforschung. Es handelt sich um eine der weltweit renommiertesten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Optik. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. 1990 wurde der Carl-Zeiss-Forschungspreis zum ersten Mal vergeben, er würdigt wissenschaftliche Höchstleistungen und bereitet den Boden für künftige erfolgreiche Entwicklungen. Die Bedeutung der Auszeichnung unterstreichen unter anderem die Preisträger Eric A. Cornell und Ahmed Zewail, die nach dem Carl-Zeiss-Forschungspreis den Nobelpreis erhalten haben. Professor Thomas Naumann vom Hamburger Teilchenbeschleuniger DESY und Gastforscher am Genfer CERN gab den zahlreichen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einen Einblick in die Entstehung des Kosmos, anhand des jüngst wieder hochgefahrenen größten Teilchenbeschleunigers LHC am CERN in Genf.

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