Chemiegeschäft bleibt schwach

Keine Belebung in Sicht

Das Geschäft der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist im dritten Quartal des Jahres durchwachsen verlaufen. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) hervor.

Die Produktion in Deutschlands drittgrößter Branche ging dem Quartalsbericht zufolge im Vergleich zum Vorquartal leicht zurück. Der Umsatz konnte nach 15 Monaten kontinuierlichen Rückgangs erstmals wieder zulegen. Auslöser waren steigende Chemikalienpreise infolge des anziehenden Ölpreises. Insgesamt bremsen verschiedene Faktoren, wie die anhaltende Wachstumsschwäche der asiatischen Schwellenländer, die wirtschaftliche Entwicklung.

VCI-Präsident Kurt Bock sagte zur konjunkturellen Lage der Branche: „Die wirtschaftlichen Indikatoren zeichnen ein gemischtes Bild für die Unternehmen in der deutschen Pharma- und Chemieindustrie. Leider bekommen wir zur Zeit wenig Rückenwind durch das politische und wirtschaftliche Umfeld, so dass wir kaum Indizien für eine nachhaltige Belebung im Chemiegeschäft sehen. Das leichte Umsatzwachstum der Branche im Vergleich zum Vorquartal ist vor allem auf positive Nachfrageimpulse aus dem Ausland zurückzuführen. Im Inland ging der Absatz leicht zurück.“

Die Chemieproduktion in Deutschland sank im dritten Quartal leicht um 0,5 %. Im Vorjahresvergleich musste die Branche ebenfalls einen Produktionsrückgang um 0,5 % verbuchen. Die Kapazitätsauslastung der Branche lag von Juli bis September bei 83,5 %.

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Die Chemikalienpreise sind im dritten Quartal 2016 erstmals seit neun Monaten wieder gestiegen. Von Juli bis September kosteten Chemieprodukte 0,5 % mehr als im Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahr waren sie immer noch 2,7 % günstiger.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 1 % auf 43,5 Milliarden Euro. Der Vorjahreswert wurde um 2,5 % verfehlt. Die Wachstumsimpulse kamen vor allem aus dem Auslandsgeschäft.

Die Zahl der Arbeitsplätze in der Chemie ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal stabil geblieben. Die Branche beschäftigt derzeit 444000 Mitarbeiter. Das sind 0,5 % weniger als ein Jahr zuvor.

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