Richtfest des neuen Forschungsgebäudes

Interdisziplinäres Zentrum für Strukturelle Systembiologie

Am 9. September wurde bei DESY das Richtfest für das Forschungsgebäude des Centre for Structural Systems Biology (CSSB) gefeiert.

Feierten die Fertigstellung des Rohbaus (von links): Matthias Wilmanns, Karl Eugen Huthmacher, Kristin Alheit, Helmut Dosch und Katharina Fegebank. (Bild: Gisela Koehler / DESY)

Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, Dr. Karl Eugen Huthmacher vom BMBF, Schleswig-Holsteins Forschungsministerin Kristin Alheit und DESY-Direktor Prof. Helmut Dosch feierten diesen wichtigen Meilenstein zusammen mit Gründungsdirektor Prof. Matthias Wilmanns und Vertretern der neun am CSSB beteiligten Forschungseinrichtungen.

Ab 2017 soll das CSSB in einem einzigartigen interdisziplinären Ansatz bakterielle und virale Infektionen erforschen. Dafür werden die neuartigen Lichtquellen bei DESY und die sogenannte Kryo-Elektronenmikroskopie im zukünftigen CSSB-Gebäude eingesetzt. Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Schleswig-Holsteins Forschungsministerin Kristin Alheit hoben in ihren Grußworten die wichtige und weitreichende Rolle hervor, die das CSSB beim Ausbau der wissenschaftlichen Kooperationen in Norddeutschland spielt.

CSSB-Gründungsdirektor Prof. Matthias Wilmanns erklärte: „In der Forschung ist es wie im Sport: Mit den vereinten Kräften unserer CSSB-Partner wollen wir die Besten sein, um mit unserer Strukturforschung neueste Einblicke in die Mechanismen von Infektionsprozessen zu bekommen. Damit wollen wir einen wichtigen Beitrag für den besseren Schutz unserer Gesellschaft vor neuen Infektionen leisten.“

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„Im CSSB kombinieren wir die hervorragenden Möglichkeiten der DESY-Lichtquellen durch weitere schlagkräftige Methoden, um die molekularen Prozesse von Infektionen und Krankheitsbildern zu verstehen. Das ist die Grundlage für die Entwicklung von maßgeschneiderten Wirkstoffen zu deren effektiver Bekämpfung”, sagte Professor Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums. DESY ist Partner des CSSB und Bauherr des Forschungsgebäudes.

„Das CSSB ist schon jetzt eine exzellente Forschungseinrichtung. Durch den Neubau werden die Rahmenbedingungen noch besser. Enger Austausch zwischen den vielen Disziplinen, kurze Wege und die Teilchenbeschleuniger von DESY direkt vor der Tür. Das sind alles Dinge, die die Infektions- und Immunitätsforschung weiter nach vorne bringen und zum weltweiten wissenschaftlichen Renommee der Metropolregion beitragen“, sagte Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank.

„Mit dem CSSB ist ein Magnet für innovative Forscherinnen und Forscher der Struktur- und Systembiologie entstanden “, erklärte Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Kristin Alheit. „Damit sind die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, um norddeutsche Exzellenz insbesondere in der Infektionsforschung gemeinsam weiterzuentwickeln.“

Dr. Karl Eugen Huthmacher, Leiter der Abteilung „Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und Nachhaltigkeit” im Bundesministerium für Bildung und Forschung, sagt: „Bei DESY wird Grundlagenforschung seit einiger Zeit neu interpretiert. Physikalische Grundlagenforschung stellt sich in den Dienst von Innovationen. Das CSSB ist ein weiteres herausragendes Beispiel für die künftige Verbindung medizinisch-biologischer Forschung mit physikalischer Grundlagenforschung.“

„Die Gesundheitsforschung und die Lebenswissenschaften sind für Niedersachsen wichtige strategische Forschungsschwerpunkte, die wir auch in unserer Forschungspolitischen Agenda besonders hervorheben. Gemeinsam mit Bund und Ländern ist es uns gelungen, mit dem CSSB gerade in diesem Zukunftsfeld eine exzellente länderübergreifende Einrichtung in Norddeutschland zu schaffen“, sagt Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić.

Infektionskrankheiten sind eine weltweite Bedrohung. Gegen viele Krankheitserreger gibt es noch keine Behandlungsmöglichkeiten, andere entwickeln eine zunehmende Resistenz gegen vorhandene Heilmittel. Das CSSB schlägt die Brücke zwischen Strukturbiologie und Systembiologie: Es kombiniert struktur- und molekularbiologische Methoden und bildgebende Verfahren mit systembiologischen Ansätzen, um grundlegende Mechanismen wichtiger pathogener Prozesse zu entschlüsseln. Mit diesem Wissen sollen bessere Behandlungsmöglichkeiten gegen bakterielle und virale Krankheitserreger gefunden werden.

Das CSSB ist eine gemeinsame Initiative von neun Forschungseinrichtungen aus Norddeutschland: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Europäisches Molekularbiogie Laboratorium (EMBL), Forschungszentrum Jülich (FZJ), Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für experimentelle Virologie (HPI), Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Universität Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

Weitere Informationen zu CSSB finden Sie unter www.cssb-hamburg.de.

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