Produktion sinkt gegenüber Vorquartal um 2,6 %

Chemiebranche: Viertes Quartal 2015 enttäuschte

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat das turbulente Geschäftsjahr 2015 mit einem ernüchternden Schlussquartal beendet. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt vorgestellt hat.

Alle für die Branche wichtigen Kennzahlen zeigten demnach zum Jahresende nach unten. Chemieproduktion und Erzeugerpreise gingen ebenso wie der Umsatz zurück. Das Chemiegeschäft im Inland litt unter der schwachen Industrienachfrage, während sich im Außenhandel die nachlassende Wirtschaftsdynamik in China und den USA bemerkbar machte. Auf dem wichtigsten Auslandsmarkt Europa konnte die Branche hingegen ein leichtes Plus verbuchen.

Die Chemieproduktion ist im vierten Quartal im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten saisonbereinigt um 2,6 % gesunken. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Produktionsrückgang 0,8 %. Die Kapazitätsauslastung der Branche lag bei 83,8 %.

Im vierten Quartal 2015 sind die Preise für Chemieprodukte gegenüber dem Vorquartal um 1,6 % zurückgegangen. Sie erreichten damit den niedrigsten Wert seit fünf Jahren. Gegenüber Vorjahr waren Chemikalien 2,9 % günstiger.

Der Chemieumsatz ist im letzten Quartal des Jahres gegenüber den vorangegangenen drei Monaten um 1,5 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Rückgang 2,6 %. Sowohl das Inlandsgeschäft als auch die Verkäufe an ausländische Kunden waren rückläufig.

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VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: „Das vergangene Jahr ist hinter unseren Erwartungen geblieben. Auch 2016 ist wegen des geringen Industriewachstums nur mit einer schwach steigenden Nachfrage nach Chemikalien in Deutschland zu rechnen. Etwas positiver dürfte sich der Außenhandel entwickeln. Insgesamt rechnen die Chemiebetriebe für die kommenden Monate nur mit einer leichten Belebung ihres Geschäfts.“

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