VCI erwartet Reduzierung um 87 % bis 2050

Emissionshandel verringert Treibhausgase

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat aus Anlass der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens darauf hingewiesen, das die Industrie in Europa und somit auch die deutsche Chemie über den Emissionshandel einen erheblichen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasmissionen in Europa leistet. Auch andere Regionen der Welt müssten nun wirksame Lösungen dafür entwickeln und umsetzen.

Trotz steigender Produktion hat die deutsche Chemie ihre Emissionen von Treibhausgasen seit 1990 fast halbiert.

Nach Ansicht von VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sollte Deutschland seine G20-Präsidentschaft im kommenden Jahr nutzen, um die internationalen Partner zu mehr Einsatz für den Klimaschutz zu gewinnen. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat anlässlich der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens am 22. April 2016 in New York durch Bundesumweltministerin Hendricks darauf hingewiesen, dass energieintensive Branchen ihren Beitrag zum Klimaschutz bis 2050 unabhängig von nationalen Detailregelungen leisten. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte: „Als deutsche Chemie unterstützen wir das Abkommen von Paris. Der Emissionshandel, dem auch unsere Branche unterliegt, ist ein wirksames Instrument, das rund die Hälfte der Treibhausgasemissionen in Europa erfasst. Nach heutigen Regeln führt das System bis 2050 zu einer Treibhausgasminderung von 87 % im Vergleich zu 2005.“ Die Industrie leiste somit über den Emissionshandel einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele. „Zusätzliche nationale Regelungen, wie sie der Klimaschutzplan 2050 vorsehen soll, sind für Branchen wie die Chemie nicht nötig,“ so Tillmann. Denn die stetig kleiner werdende Menge an CO2-Zertifikaten garantiere die Emissionsminderung der erfassten Branchen.

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Tillmann betonte, dass es für den Klimaschutz entscheidend sei, global Treibhausgase zu reduzieren: „Wie die EU mit dem Emissionshandel müssen auch die anderen Regionen der Welt Lösungen entwickeln und diese umsetzen, um ihre Emissionen deutlich und messbar zu verringern. Nur so sind die Ziele von Paris erreichbar“, sagte Tillmann. Fortschritte erhofft er sich hierbei von der deutschen G20-Präsidentschaft im kommenden Jahr: „Deutschland sollte 2017 als Taktgeber der G20 die Chance nutzen, die internationalen Partner zu mehr Einsatz für den Klimaschutz zu gewinnen. Damit kann auch die europäische Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben.“

Die chemische Industrie in Deutschland engagiert sich seit vielen Jahren im Klimaschutz. Trotz steigender Produktion hat die Branche ihre Emissionen von Treibhausgasen seit 1990 fast halbiert (siehe Grafik). Weitere Beiträge zum Klimaschutz leistet sie mit energiesparenden Produkten, die eine emissionsärmere Lebensweise ermöglichen.

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