Aufreinigung von Erdgas
Evonik vermarktet Spezialamin zur effizienteren Sauergaswäsche
Evonik Industries hat nach Erfolgen bei der Reinigung von Biogas nun auch den Eintritt in den wichtigen Markt für die Aufreinigung von Erdgas geschafft. Erdgas ist der weltweit wichtigste Gasstrom. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass der Gasverbrauch bis 2035 um 50 % steigen und dann ein Viertel am weltweiten Energiemix ausmachen wird.
Mit CAPLUS® hat das Spezialchemieunternehmen eine neue Klasse von Aminen zur Wäsche industrieller Gasströme am Markt eingeführt. Ohne eine derartige Aufbereitung sind Gasströme, wie Erdgas, Biogas, Synthesegas oder Rauchgas kaum nutzbar. CAPLUS® entfernt aus diesen störende saure Gase wie Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff deutlich effektiver als etablierte Amine und erhöht auch noch Leistung und Lebensdauer der Anlagen. Unangenehme Nebeneffekte, wie z.B. Schäumen, Degradation, Korrosion und Energieintensität, können damit vermieden werden.
Zurzeit wird CAPLUS® bei namhaften Erdgasproduzenten in den Regionen Südostasien, Mittlerer Osten/Nordafrika und Südamerika eingeführt. „Unsere größte Herausforderung bestand darin, eine erste große Erdgasfirma von der Umstellung auf CAPLUS® zu überzeugen", sagt Projektleiter Dr. Jörn Rolker von Evonik Industries. „Wir haben uns als kompletter Technologielieferant aufgestellt, der sich intensiv mit der Kundenanlage befasst und ein umfangreiches Servicepaket anbietet. Das hat überzeugt."
Im Juli 2014 wurde CAPLUS® in eine größere kommerzielle Erdgasaufreinigungsanlage in Südostasien eingefüllt. „Während der knapp dreimonatigen Beobachtungszeit hat CAPLUS® alle vorausgesagten und vertraglich vereinbarten Wertbeiträge geliefert", sagt Rick Steglich, Director Innovation. Wegen der überzeugenden Leistung des Produkts möchte der Kunde in Zukunft weitere Anlagen darauf umstellen.
Vor rund zwei Jahren wurde CAPLUS® erstmalig in eine kommerzielle Biogasanlage eingefüllt. Trotz extremer Bedingungen war über die gesamte Zeit kein Nachfüllen des Absorptionsmittels erforderlich. Verglichen mit den marktüblichen Mitteln lassen sich Energieeinsparungen von etwa 10 % und Kapazitätssteigerungen von etwa 20 % darstellen.










