Umsatzplus bei Infraserv Höchst

Standortgesellschaften investieren 352 Mio. Euro im Jahr 2015

Die Infraserv Höchst-Gruppe hat im Jahr 2015 ein Umsatzvolumen von rund 1,2 Mrd. Euro erzielt, was einem Umsatzplus von 3,6 % entspricht. Aus Sicht der Infraserv-Geschäftsführer Jürgen Vormann und Dr. Joachim Kreysing geht ein zufriedenstellendes Jahr zu Ende.

Die Geschäftsführer Jürgen Vormann und Dr. Joachim Kreysing informierten bei der Jahrespressekonferenz über die aktuelle Geschäftsentwicklung des Unternehmens. (© Infraserv Höchst, 2015)

Das Industrie-Dienstleistungsunternehmen, das in den vergangenen Jahren die eigene Wettbewerbsfähigkeit durch Effizienzsteigerungen nachhaltig verbessert hat, ist für die Zukunft gut aufgestellt. Jürgen Vormann und Dr. Joachim Kreysing sehen jedoch erhebliche Herausforderungen für die Chemie- und Pharmabranche in Deutschland einerseits, aber auch speziell für Industriestandorte in Ballungsräumen wie Frankfurt/Rhein-Main. Ihr Appell: Die ohnehin schon schwierigen Rahmenbedingungen für Industrieunternehmen dürfen sich nicht noch weiter verschlechtern.

Energie: wichtigstes Arbeitsgebiet von Infraserv Höchst. Den größten Teil des Umsatzes erzielt das Industrie-Dienstleistungsunternehmen im Energiebereich. Die Versorgung der produzierenden Unternehmen im Industriepark Höchst mit Strom und Wärme, die in modernen und hocheffizienten Anlagen am Standort erzeugt wird, ist Kerngeschäft der Standortbetreibergesellschaft.

Zusatzkosten im Energiebereich gefährden die Wettbewerbsfähigkeit
Entsprechend groß sind die Auswirkungen von energiepolitischen Vorgaben auf die Geschäftsentwicklung bei Infraserv Höchst. Vor allem aber spürt Infraserv Höchst, wie die Folgen der Energiewende die produzierenden Unternehmen am Standort beeinträchtigen.

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„Zusätzliche, politisch motivierte Kostenbelastungen können die Unternehmen, die sich in einem internationalen Wettbewerbsumfeld behaupten müssen, einfach nicht kompensieren“, erläutert Dr. Joachim Kreysing. In einer energieintensiven Branche wie dem Chemiesektor wirken sich hohe Energiekosten zwangsläufig massiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aus.

Doch nicht allein die eigentlichen Kosten stellen ein Problem dar. „Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit. Die ständigen Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sind für den Wirtschaftsstandort Deutschland ein massives Investitionshemmnis“, erklärt Jürgen Vormann.

Industrie braucht Entwicklungsmöglichkeiten
Speziell für den Industriepark Höchst weist der Vorsitzende der Infraserv-Geschäftsführung auf eine weitere Herausforderung hin: Im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main gefährden die Überlegungen, auch im unmittelbaren Umfeld von Industriestandorten neue Wohngebiete auszuweisen, die Entwicklungsmöglichkeiten von Unternehmen. „Als Betreibergesellschaft des Industriepark Höchst fordern wir auch im Namen der Standortgesellschaften eine planungsrechtlich tragfähige Lösung für die Entwicklung der benachbarten Stadtteile, bei der die stadtplanerischen Belange auf einer rechtssicheren Basis mit den Interessen des Industrieparks und seiner Unternehmen in Einklang gebracht werden“, betont Jürgen Vormann. Der erst vor kurzem vorgestellte Masterplan Industrie, der Entwicklungsmöglichkeiten für produzierende Unternehmen definiert, dürfe nicht nur ein Lippenbekenntnis der Politik bleiben.

Industriepark-Unternehmen investieren 352 Mio. Euro im Jahr 2015
Noch investieren die Unternehmen im Industriepark Höchst: Mit 352 Mio. Euro liegt das Investitionsniveau leicht unter dem Vorjahr, als die Gesamtsumme der von den Standortgesellschaften im Industriepark Höchst getätigten Investitionen noch 370 Mio. Euro betrug. Für die Infraserv-Geschäftsführer sind die Investitionsprojekte großer, international agierender Unternehmen im Industriepark Höchst ein Beleg für die Attraktivität des Standortes. Die hoch wettbewerbsfähige, technisch anspruchsvolle Infrastruktur des Industrieparks, seine optimale Lage und die guten Logistik-Anbindungen, aber auch nicht zuletzt das breite Infraserv-Portfolio an speziellen Industrie-Dienstleistungen für die Kunden am Standorten können bislang Nachteile wie regulatorisch bedingte Zusatzbelastungen bei den Energiekosten noch teilweise kompensieren. „Eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen für produzierende Unternehmen gefährdet auf lange Sicht die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland“, so Jürgen Vormann.

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