Sigma-Aldrich-Übernahme

Transaktion in zwei Monaten

Das Darmstädter Unternehmen Merck hat Fortschritte im Übernahmeprozess von Sigma-Aldrich bekanntgegeben und mitgeteilt, dass ein Abschluss der Transaktion innerhalb der nächsten zwei Monate erwartet wird.

Merck hatte am 11. August bereits mitgeteilt, dass das Unternehmen alle kartellrechtlichen Genehmigungen erhalten habe, die Freigabe der Europäischen Kommission allerdings an Auflagen gebunden sei. Diese beinhalten den Verkauf von Teilen des Geschäfts für Lösungsmittel und anorganische Stoffe von Sigma-Aldrich. Verhandlungen mit potenziellen Käufern sind laut Merck im finalen Stadium. Sobald ein bindender Vertrag mit einem Käufer unterzeichnet ist, muss dieser von der Europäischen Kommission genehmigt werden, bevor Merck die Transaktion zum Abschluss bringen kann.

Merck hatte im August einen Abschluss der Transaktion im dritten Quartal vorhergesagt. „Wir arbeiten mit größter Gewissenhaftigkeit an der Erfüllung der EU-Auflagen“, sagte Bernd Reckmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Life Science. Die Aktionäre von Sigma-Aldrich haben dem Zusammenschluss mit Merck im Dezember 2014 zugestimmt. Außerdem hat Merck mit der Platzierung einer 2,1-Mrd- €-Anleihe Ende August seine Finanzierungsmaßnahmen am Kapitalmarkt für die Transaktion abgeschlossen.

Die geplante Akquisition von Sigma-Aldrich für rund 17,0 Mrd. $ (13,1 Mrd. €), die im September 2014 bekannt gegeben wurde, ist ein wichtiger Baustein im „Fit für 2018“ Transformations- und Wachstumsprogramm von Merck. Durch die Zusammenführung soll einer der führenden Anbieter in der weltweit 130 Mrd. $ großen Life-Science-Industrie entstehen.

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