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NASA setzt IONICON PTR-TOFMS-Technologie im Forschungsflugzeug ein
Wissenschaftler messen Schadstoffe in der Atmosphäre
Wie schlecht wird die Luft sein, die wir morgen einatmen? Die NASA will noch in diesem Jahrzehnt mittels Satellitenmessungen eine Antwort darauf geben. Ähnlich wie beim Wetterbericht will die US-Luft- und Raumfahrtbehörde ihre Satelliten für die Vorhersage und die Überwachung der Luftqualität nutzen. Sie zählt bei ihrer jetzt in Kalifornien gestarteten, flugzeuggestützten Messkampagne auch auf österreichische Forschung und Technologie: Ein von der Firma IONICON hergestelltes Protonen-Tausch-Reaktion-Flugzeit-Massenspektrometer zur Messung kleinster Konzentration flüchtiger organischer Verbindungen in der Luft. Die von diesem Unternehmen im Teamwork mit Wissenschaftlern des Institutes für Ionen- und Angewandte Physik der Universität Innsbruck entwickelte hochsensible Technologie kann mithilfe eines neuartigen Flugzeit-Massenspektrometers die Zusammensetzung von organischen Spurenstoffen in der Atmosphäre in Sekundenbruchteilen messen. Das Gerät ist nach Angaben von IONICON eine einzigartige Kombination aus Schnelligkeit, Sensitivität und Selektivität. Die US-Luft- und Raumfahrtbehörde setzt diesen das Analysegerät nun erstmals bei der Messkampagne im Zuge der bis 2014 laufenden NASA-Mission "DISCOVER-AQ" an Bord ihres Forschungsflugzeuges "P-3B" im kalifornischen Längstal (Central Valley) zwischen der Sierra Nevada und dem Küstengebirge ein.
"Wir sind bei DISCOVER-AQ an der vordersten Forschungsfront mit dabei. Zur kontinuierlichen Überwachung der Luftqualität in verschmutzten Gebieten gibt es bisher lediglich relativ zeitnahe Daten von vereinzelten Messstationen am Boden. Um frühzeitig vor Schadstoffgefahren wie Ozon, Stickoxiden und Partikeln warnen zu können, können Satellitenmessungen in der Zukunft einen entscheidenden Beitrag leisten. Dazu müssen wir aber verstehen, wie sich diese Luftschadstoffe vertikal in der Atmosphäre verteilen, weil die Satellitensensoren nicht erkennen, in welcher Höhe sich die Schadstoffe befinden. Das neue Gerät liefert dabei Daten zu organischen Spurenstoffen", sagt Dr. Armin Wisthaler vom Institut für Ionen- und Angewandte Physik der Universität Innsbruck.
Der Forscher ist mit seinem Team als einzige europäische Gruppe unter insgesamt 75 Wissenschaftlern bis 15. Februar an der aktuellen Messkampagne von "DISCOVER-AQ" mit insgesamt 15 Messflügen beteiligt. Diese NASA-Mission hat das Ziel, die Qualität von Satellitenprodukten zu verbessern, um deren Daten für die Vorhersage und das Monitoring der Luftqualität einsetzen zu können. Das speziell für diese Flug-Messkampagne von IONICON entwickelte PTR-TOFMS-Gerät wird eingesetzt, um Daten in bisher unerreichter zeitlicher und räumlicher Auflösung zu liefern. Erste, komplette Datensätze der laufenden Kampagne werden laut Wisthaler diesen Sommer zur Verfügung stehen.
IONICON Geschäftsführer Lukas MÄRK ist begeistert: "Wir arbeiten schon seit Jahren intensiv mit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zusammen, um unsere innovativen Produkte ständig zu verbessern. Die aktuelle Kooperation ist ein perfektes Beispiel für ein ideales Zusammenwirken von Universität und Wirtschaft an unserem Standort."
Weitere Informationen über das Unternehmen: www.ionicon.com
Kontakt zum Forscherteam der Universität Innsbruck:
Dr. Armin Wisthaler
Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik
http://discover-aq.larc.nasa.gov/
www.uibk.ac.at/ionen-angewandte-physik/atmoschem/









