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Neues Zentrum für Systembiologie

In Hamburg werden Infektionsforscher, Physiker und Mediziner zukünftig Hand in Hand bei der Bekämpfung von Krankheitserregern arbeiten: Der Bund sowie Hamburg und Niedersachsen haben am 7. Januar die Errichtung eines Zentrums für strukturelle Systembiologie (CSSB) auf dem DESY-Campus (Deutschen Elektronen-Synchrotrons) in der Hansestadt vereinbart. Bundesforschungsministerin Annette Schavan unterzeichnete mit der Hamburger Wissenschaftssenatorin, Dr. Herlind Gundelach, und der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, das Bund-Länder-Abkommen für den Bau des CSSB. "Die länderübergreifende Kooperation von Biologen, Physikern und Medizinern bietet große Chancen für die Erforschung von Infektionskrankheiten. Das CSSB wird dabei die Grundlagenforschung im Bereich der Strukturbiologie nachhaltig stärken und in einem einzigen national führenden und international konkurrenzfähigen Zentrum bündeln", sagte Schavan.

Ziel des CSSB ist es, die diversen molekularen Wechselwirkungen innerhalb lebender Zellen zu verstehen. Dies erfordert die systematische Analyse der molekularen Bausteine, der Architektur und der Regulation biologischer Systeme. Das CSSB soll dabei die Synchrotronstrahlungsquelle PETRA-III als hochmoderne Röntgenlichtquelle nutzen. Sie ermöglicht es, Untersuchungen mit einer besonders hohen Auflösung durchzuführen. Gleichzeitig eröffnen der ebenfalls am DESY angesiedelte Freie-Elektronen Laser FLASH und der noch im Bau befindliche Röntgenlaser European XFEL erstmals die Möglichkeit, dynamische biologische Prozesse sehr detailliert in ihrem Verlauf zu beobachten. So verstehen die Forscher, wie Wechselwirkungen von Krankheitserregern mit ihren Wirten ablaufen und sie finden Angriffspunkte für neue Wirkstoffe, Anti-Infektiva und Impfstoffe.

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Das geplante CSSB-Forschungsgebäude soll in unmittelbarer Nähe zur PETRA III -Messhalle auf dem DESY-Campus entstehen und die Arbeitsgruppen aller am CSSB beteiligten universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus Hamburg und Niedersachsen unter einem Dach vereinen. Insgesamt werden für das neue Zentrum 50 Millionen Euro bereitgestellt.

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