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Prof. Anne L'Huillier erhielt Carl-Zeiss-Forschungspreis

Die Carl-Zeiss-Forschungspreisträgerin Anne L'Huillier umringt von (von links) Prof. Jürgen Mlyek (Helmholtz-Gemeinschaft), Prof. Ernst Otto Göbel (ehem. Physikalisch-Technische Bundesanstalt), Prof. Michael Kaschke (Vorstandsvorsitzender ZEISS) und Dr. Markus Weber (Forschungschef ZEISS).

Prof. Anne L'Huillier von der Universität Lund in Schweden nahm gestern in Oberkochen den Carl-Zeiss-Forschungspreis entgegen. Der Preis ist mit 25000 Euro dotiert.

Die schwedisch-französische Wissenschaftlerin wurde für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Erzeugung hoher Vielfacher von Lichtfrequenzen ausgezeichnet. Diese haben den Grundstein für die Erzeugung von Attosekundenimpulsen gelegt und die Attosekundenphysik entscheidend voran gebracht.

"Film" aus dem Atominneren

Mit Attosekundenimpulsen lassen sich beispielsweise Elektronenbewegungen in Atomen oder Molekülen in Echtzeit beobachten. Dies trägt dazu bei, grundsätzliche physikalische Phänomene oder chemische Reaktionen auf atomarer Ebene verstehen zu können. So kann man mit Hilfe von Attosekundenimpulsen eine Art Videokamera bauen, die Filme quasi aus dem Inneren von Atomen und Molekülen in Mega-Zeitlupe aufzeichnet.

Anne L'Huillier bedankte sich: "Ich fühle mich sehr geehrt, mit dem Carl-Zeiss-Forschungspreis ausgezeichnet zu werden. Grundlagenforschung in der Optik legt die Basis für vielfältige Schlüsseltechnologien unseres Lebens. Es ist schön zu sehen, dass diese Arbeit breite Anerkennung findet."

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Kaschke gratulierte der Preisträgerin: "Sie haben einen entscheidenden Beitrag zum Fortschritt auf dem Gebiet der Optik und Photonik geleistet." Weiterhin betonte er die enge Verbindung des Unternehmens mit der Wissenschaft. Der Forschungspreis, der zum 100-jährigen Bestehen der Carl-Zeiss-Stiftung gestiftet wurde, gibt Wissenschaftlern eine Plattform und macht ihre Leistungen international sichtbar.

Zwei Nobelpreisträger

Seit 1990 werden herausragende Leistungen internationaler Optikforschung alle zwei Jahre mit dem Carl-Zeiss-Forschungspreis ausgezeichnet. Diesen Preis und den dazu alternierend verliehenen Otto-Schott-Forschungspreis für besondere Leistungen in der Glasforschung rief die Carl-Zeiss-Stiftung 1987 ins Leben. Den Carl-Zeiss-Forschungspreis verleiht der Ernst-Abbe-Fonds im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem die späteren Nobelpreisträger Eric A. Cornell und Ahmed Zewail.

Das Kuratorium des Ernst-Abbe-Fonds:

  • Prof. Dr. Ernst Göbel, Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt 1995 bis 2011.
  • Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.
  • Dr. Hans-Joachim Konz, Mitglied des Vorstandes SCHOTT AG.
  • Prof. Dr. Reinhard Conradt, Institut für Gesteinshüttenkunde Lehrstuhl für Glas und keramische Verbundwerkstoffe RWTH Aachen.
  • Prof. Dr. Carlo Pantano, Distinguished Professor of Materials Science and Engineering, Director of Materials Research Institute, Pennsylvania State University.
  • Dr. Markus Weber, Forschungschef ZEISS.
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