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Sartorius zog Bilanz für 2011.

Sartorius hat das Jahr 2011 mit zweistelligem Umsatzwachstum abgeschlossen und seinen Ertrag um knapp ein Drittel gesteigert. Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg verwies darauf, dass 2011 auch über den wirtschaftlichen Erfolg hinaus ein besonders zukunftsweisendes Geschäftsjahr war: "Wir haben 2011 unsere Strategie etwas nachjustiert, unsere Spartenstruktur neu fokussiert und wichtige Wachstumsinitiativen auf den Weg gebracht. Darüber hinaus haben wir begonnen, substanziell in unsere Konzerninfrastruktur zu investieren, um Kapazitäten für weitere Wachstumsschritte zu schaffen."

Freut sich über die guten Ergebnisse: Sartorius-Chef Dr. Joachim Kreuzburg.

Auch für das laufende Jahr rechnet Sartorius mit einer positiven Geschäftsentwicklung. "Wir sind sehr gut in das Jahr gestartet und gehen davon aus, dass wir unseren Erfolgskurs fortsetzen können. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag haben wir uns ein Wachstum von etwa 10 % vorgenommen", sagte Kreuzburg. "Wir werden uns 2012 insbesondere darauf konzentrieren, unsere strategischen Wachstumsinitiativen weiter umzusetzen." Sartorius erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Konzernumsatz in Höhe von 733,1 Mio. Euro (Vorjahr 659,3 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 11,2 % (wechselkursbereinigt 12,2 %). Ähnlich deutlich fiel das Plus beim Auftragseingang aus. Dieser erhöhte sich um 10,0 % auf 749,5 Mio. Euro (wechselkursbereinigt 11,0 %).

Im Berichtszeitraum erhöhte sich das operative Konzernergebnis (operatives EBITA) um 31,2 % auf 112,2 Mio. Euro (Vorjahr 85,5 Mio. Euro). Die entsprechende Marge kletterte um 2,3 Prozentpunkte von 13,0 % auf 15,3 % und markiert damit einen neuen Höchstwert. Die Biotechnologie-Sparte steigerte ihr operatives Ergebnis um 18,7 % von 70,2 Mio. Euro auf 83,3 Mio. Euro und trug damit knapp 75 % zum operativen Ergebnis des Gesamtkonzerns bei. Einen noch deutlicheren Gewinnzuwachs erzielte die Sparte Mechatronik. Mit einem operativen EBITA von 28,9 Mio. Euro im Jahr 2011 konnte sie ihr Ergebnis gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr fast verdoppeln (Vorjahr 15,3 Mio. Euro). Die korrespondierende Marge stieg ebenfalls sehr signifikant von 6,8 % auf 11,3 %. Maßgeblich hierfür waren in erster Linie Skaleneffekte und eine in den Vorjahren deutlich verbesserte Kostenbasis. Inklusive der Sondereffekte in Höhe von - 11,3 Mio. Euro (Vorjahr - 6,3 Mio. Euro), die im Wesentlichen für Maßnahmen im Zusammenhang mit Akquisitionen, Standortoptimierungen und übergreifenden Konzernprojekten aufgewandt wurden, beläuft sich das EBITA des Konzerns auf 100,9 Mio. Euro (Vorjahr 79,2 Mio. Euro) und die entsprechende Marge auf 13,8 % (Vorjahr 12,0 %).

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Vor allem aufgrund der Akquisition des Biohit Liquid Handling-Geschäfts im Dezember 2011 erhöhte sich die Nettoverschuldung des Sartorius Konzerns im Jahresvergleich von 196,9 Mio. Euro auf 264,8 Mio. Euro. Die wichtigste Verschuldungskennziffer, das Verhältnis aus Nettoverschuldung und operativem EBITDA lag zum Jahresende bei 1,9 (Vorjahr 1,8) und damit weiterhin auf einem komfortablen Niveau. Die Eigenkapitalquote des Sartorius Konzerns verringerte sich vor dem Hintergrund der gestiegenen Bilanzsumme geringfügig von 40,5 % im Vorjahr auf 38,0 %.

Zum 1. Januar 2012 hat Sartorius seine Spartenstruktur, die bisher die beiden Sparten Biotechnologie und Mechatronik umfasste, neu gestaltet. Vom ersten Quartal 2012 an wird das Unternehmen seine Geschäftszahlen nach drei Segmenten berichten: Bioprocess Solutions, Lab Products & Services und Industrial Weighing. Die Biotechnologiesparte konzentriert sich in Zukunft unter dem Namen Bioprocess Solutions noch stärker auf ihren operativen und strategischen Kern, das Bioprozessgeschäft für die Pharmaindustrie. Die kleinere Laboraktivität der bisherigen Biotechnologie-Sparte ist seit Jahresbeginn Bestandteil der neuen Laborsparte. Die neue Sparte Lab Products & Services bündelt das gesamte Laborportfolio von Sartorius. Der größte Bereich in dieser Sparte ist heute die Laborwägetechnik. Neben weiteren Laborinstrumenten wie insbesondere das im Dezember akquirierte Biohit Liquid Handling-Geschäft gehört auch ein breites Portfolio an Verbrauchsmaterialien zu dieser Sparte.

Das Geschäft mit industrieller Wäge- und Kontrolltechnik wird seit dem 1. Januar 2012 in der neuen Sparte Industrial Weighing geführt. Für dieses Geschäft prüft Sartorius verschiedene strategische Optionen, inklusive eines mittelfristigen Verkaufs dieser Sparte.

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