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Solides 1. Quartal 2013 für BASF

BASF hat Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen im 1. Quartal 2013 gesteigert. Mit 19,7 Mrd. Euro übertraf der Umsatz den Wert des Vorjahresquartals um 5 %. Der Absatz wuchs insbesondere durch eine stärkere Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln und gestiegene Mengen im Segment Oil & Gas. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg im 1. Quartal um 10 % auf 2,2 Mrd. Euro.

"2013 hat für uns solide angefangen. Insbesondere unser Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln war erneut sehr erfolgreich", sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Kurt Bock während der Hauptversammlung der BASF SE im Congress Center Rosengarten in Mannheim. Die deutliche Ergebnisverbesserung im Segment Chemicals infolge höherer Margen trug ebenfalls zum Anstieg des EBIT vor Sondereinflüssen im 1. Quartal bei.

Das EBIT verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 429 Mio. Euro auf rund 2,2 Mrd. Euro. Wesentlich für den Rückgang war der Sonderertrag von 645 Mio. Euro aus der Devestition des Düngemittelgeschäfts im Vorjahresquartal. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) sank deshalb um 450 Mio. Euro auf rund 2,9 Mrd. Euro. Das Finanzergebnis betrug minus 126 Mio. Euro nach minus 158 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern nahm verglichen mit dem 1. Quartal 2012 um 397 Mio. Euro ab und lag bei 2,0 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter sank um 257 Mio. Euro auf 1,4 Mrd. Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,57 Euro nach 1,85 Euro im Vorjahreszeitraum. Das um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Werte bereinigte Ergebnis je Aktie lag im 1. Quartal 2013 mit 1,67 Euro um 0,13 Euro über dem Wert des Vorjahresquartals.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stieg im 1. Quartal 2013 verglichen mit dem Vorjahresquartal um 502 Mio. Euro auf über 2,0 Mrd. Euro. Die Nettoverschuldung sank zum Ende des 1. Quartals 2013 auf rund 10,9 Mrd. Euro, verglichen mit rund 11,2 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2012.

Vorstand und Aufsichtsrat haben der Hauptversammlung vorgeschlagen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2012 um 0,10 Euro auf 2,60 Euro je Aktie anzuheben. Dies entspricht in Summe einer Ausschüttung von fast 2,4 Mrd. Euro. Auf den Jahresschlusskurs 2012 bietet die BASF-Aktie damit eine hohe Dividendenrendite von 3,7 %. Die BASF gehört dem Aktienindex DivDAX an, der die 15 Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen im DAX 30 enthält. "Wir stehen zu unserer anspruchsvollen Dividendenpolitik und streben weiterhin an, die Dividende jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten", sagte Bock.

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Ausblick für das Jahr 2013 bestätigt

Die Erwartungen des Unternehmens bezüglich der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2013 sind unverändert:

  • Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,4 %
  • Wachstum der Industrieproduktion: 3,4 %
  • Wachstum der Chemieproduktion: 3,6 %
  • US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,30 US$ pro Euro
  • Ölpreis von 110 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt

Bock: "Wir rechnen damit, dass das Wachstum der Weltwirtschaft 2013 nur leicht zunehmen wird. Die Chemieindustrie wird wieder mehr produzieren, weil die Wirtschaft in den Schwellenländern wächst. Wir sehen aber keine geradlinige Entwicklung. Das Umfeld bleibt sehr unbeständig." Eine Verschärfung der Schuldenkrisen im Euroraum und den USA sowie eine geringere Nachfrage in Asien würden das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen. "An unserem Ausblick für das Jahr 2013 halten wir fest: Wir streben weiterhin an, bei Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen die Werte des Jahres 2012 zu übertreffen", so Bock weiter.

Geschäftsentwicklung in den Segmenten im 1. Quartal

Im Segment Chemicals sank der Umsatz im 1. Quartal vor allem infolge eines niedrigeren Absatzes. Hauptgrund für den Mengenrückgang waren Anlagenabstellungen bei Petrochemicals. In den Bereichen Monomers und Intermediates konnte der Absatz dank einer höheren Nachfrage gesteigert werden. Auf Grund von besseren Margen übertraf das Ergebnis das Niveau des 1. Quartals 2012 deutlich.

Bei Performance Products ging der Umsatz zurück. Niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte waren hierfür maßgeblich. Während der Umsatz bei Nutrition & Health portfoliobedingt stieg, sank er in den Bereichen Dispersions & Pigments sowie Paper Chemicals insbesondere auf Grund eines geringeren Absatzes. Das Ergebnis verfehlte den Wert des Vorjahresquartals vor allem infolge rohstoffkostenbedingt niedrigerer Margen.

Der Umsatz im Segment Functional Materials & Solutions lag auf dem Niveau des 1. Quartals 2012. Ein höherer Absatz kompensierte die negativen Währungseffekte. Insbesondere bei Performance Materials stiegen die Mengen. Im Bereich Construction Chemicals ging der Absatz dagegen witterungsbedingt zurück. Das Ergebnis des Segments sank aufgrund des geringeren Beitrags von Catalysts.

Im Segment Agricultural Solutions stieg der Umsatz signifikant. Der sehr gute Saisonstart in Europa und Nordamerika trug hierzu maßgeblich bei. Neben dem stark gestiegenen Absatz stützten auch höhere Preise sowie die Akquisition von Becker Underwood das Umsatzwachstum. Das Ergebnis verbesserte sich mengenbedingt deutlich.

Trotz niedrigerer Rohölnotierungen nahm der Umsatz bei Oil & Gas signifikant zu. Hauptgrund hierfür waren höhere Produktions- und Handelsmengen. Im Arbeitsgebiet Natural Gas Trading stieg der Druck auf die Handelsmargen weiter an. Das Ergebnis des Segments lag daher knapp unter dem Niveau des 1. Quartals 2012.

Der Umsatz von Sonstige übertraf den Wert des Vorjahresquartals. Auch das EBIT vor Sondereinflüssen verbesserte sich. Wesentliche Ursache hierfür waren die Bewertungseffekte für das Long-Term-Incentive-Programm; auf Grund der Aktienkursentwicklung konnten im 1. Quartal 2013 Rückstellungen aufgelöst werden.

Geschäftsentwicklung in den Regionen im 1. Quartal

Der Umsatz der Gesellschaften mit Sitz in Europa wuchs vor allem absatzbedingt um 8 %. Bei Oil & Gas stiegen die Produktionsmengen deutlich an. Auch im Segment Agricultural Solutions sowie im Bereich Catalysts lag der Absatz signifikant über dem Niveau des Vorjahresquartals. Das EBIT vor Sondereinflüssen nahm um 114 Mio. Euro auf rund 1,5 Mrd. Euro zu. Grund hierfür war neben dem erfolgreichen Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln die geringere Belastung bei Sonstige.

Der Umsatz in Nordamerika sank sowohl in US-Dollar als auch in Euro um 2 %. Im Chemiegeschäft (dies umfasst die Segmente Chemicals, Performance Products und Functional Materials & Solutions) ging der Umsatz vor allem aufgrund niedrigerer Mengen zurück. Anlagenabstellungen im Bereich Petrochemicals trugen hierzu maßgeblich bei. Im Segment Agricultural Solutions verbesserten sich Absatz und Umsatz dagegen signifikant. Das Ergebnis übertraf den Wert des Vorjahresquartals vor allem infolge höherer Beiträge der Segmente Chemicals und Agricultural Solutions um 88 Mio. Euro und lag bei 454 Mio. Euro.

In Asien-Pazifik nahm der Umsatz in lokaler Währung um 6 % und in Euro um 4 % zu. Der Absatz lag in allen Segmenten über dem Niveau des Vorjahresquartals. Negative Währungseffekte und leicht rückläufige Verkaufspreise schwächten den Umsatzanstieg in der Region ab. Das Ergebnis stieg um 43 Mio. Euro auf 245 Mio. Euro. Der insbesondere aufgrund besserer Margen bei Grundprodukten deutlich gestiegene Beitrag des Segments Chemicals war hierfür maßgeblich.

In Südamerika, Afrika, Naher Osten verbesserte sich der Umsatz in lokaler Währung um 2 %, während er in Euro um 6 % sank. Höhere Verkaufspreise konnten die negativen Währungseffekte und den geringeren Absatz nur teilweise ausgleichen. Insbesondere bei Catalysts und Agricultural Solutions ging der Umsatz deutlich zurück. Das Ergebnis verfehlte mit 38 Mio. Euro den Wert des Vorjahresquartals um 41 Mio. Euro. Hauptgrund hierfür waren die niedrigeren Beiträge der Segmente Agricultural Solutions und Performance Products.

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