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Stärkeindustrie fordert Zulassung gentechnisch optimierter Kartoffeln

Die führenden Unternehmen der europäischen Kartoffelstärkeindustrie AVEBE, Emsland-Stärke und Lyckeby Industrial fordern den Einsatz von innovativen Technologien in der Landwirtschaft. Nach Meinung der Stärkeproduzenten sind gentechnisch optimierte Stärkekartoffeln wie Amflora von BASF Plant Science konkrete Beispiele für solche Innovationen. Anlass der Forderung ist die von der EU-Kommission am 20. November beschlossene Kürzung von Beihilfen für die Stärkekartoffelerzeugung. Die Hersteller befürchten, dass der Wegfall der Produktionsbeihilfen die Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Stärkekartoffeln gefährden wird. AVEBE, Emsland-Stärke und Lyckeby Industrial wollen dieser Herausforderung mit dem Einsatz neuer, stärkeoptimierter Kartoffelsorten begegnen, die Mehrwert erzeugen. Für reine Amylopektinstärke, wie sie aus Amflora gewonnen wird, sehen die Stärkeproduzenten einen zusätzlichen Marktwert von 100 bis 200 Millionen Euro pro Jahr und damit eine Möglichkeit, ihre Wettbewerbsposition zu verbessern. Nach Einschätzung der Hersteller wären Landwirte mit dem erzeugten Mehrwert in der Lage, die Auswirkungen der Beihilfenkürzung teilweise zu kompensieren. Nicht zuletzt könnten wichtige Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen erhalten werden. "Unverständlicherweise wird die Zulassung von Amflora seit Jahren von der EU-Kommission verzögert. Die verantwortlichen Politiker sollten die Auswirkungen ihres Nicht-Handelns vor dem Hintergrund der ernsten wirtschaftlichen Situation überdenken", forderte Bengt Olof Johansson, Managing Director von Lyckeby Industrial. "Die Tatsache, dass Landwirte in anderen Regionen dieser Welt Zugang zu innovativen Produkten haben, während Landwirte in Europa kaum von den Vorteilen gentechnisch optimierter Nutzpflanzen profitieren können, gefährdet unsere Wettbewerbsfähigkeit.¿ ¿Landwirte und Stärkeindustrie brauchen innovative Alternativen, die pro Fläche mehr Wert generieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine positive wissenschaftliche Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sollte automatisch zur Zulassung für den Anbau von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen führen¿, betonte Gerben Meursing, Geschäftsführer des Stärkeproduzenten AVEBE. ¿Wir fordern die Politiker auf, klare Rahmenbedingungen zu schaffen und Landwirten und Stärkeindustrie umgehend Zugang zu Produkten der Pflanzenbiotechnologie zu ermöglichen¿, sagte Michael Schonert, Geschäftsführer der Emsland-Stärke GmbH. Amflora ist eine gentechnisch veränderte Kartoffel, die eine für technische Anwendungen optimierte, reine Amylopektinstärke bildet. Herkömmliche Kartoffeln produzieren ein Stärkegemisch aus Amylopektin und Amylose. In vielen technischen Anwendungen, wie in der Papier-, Garn- und Klebstoffindustrie, wird nur Amylopektin benötigt; eine Trennung des Stärkegemischs ist jedoch unwirtschaftlich. Amflora bildet reine Amylopektinstärke und hilft so Material, Energie und Kosten zu sparen. Darüber hinaus: Mit Amylopektinstärke beschichtetes Papier erhält mehr Glanz; Beton und Klebstoffe bleiben durch den Zusatz von Amylopektinstärke länger verarbeitungsfähig.

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