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Westfalen-Gruppe setzt europäische Expansion fort

Die Westfalen AG investiert kräftig und setzt ihre europäische Expansion weiter fort. Mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft wurde am Freitag die Luftzerlegungsanlage der Westfalen-Gruppe in Le Creusot im französischen Burgund offiziell in Betrieb genommen.

Wolfgang Fritsch-Albert, Vorstandsvorsitzender Westfalen AG, bei seiner Ansprache zur Inbetriebnahme der Luftzerlegungsanlage in Le Creusot. (Foto: Westfalen AG)

Betreiberin der Anlage ist die Westfalen France S.à.r.l., eine Tochtergesellschaft der Westfalen AG. "Mit 30 Millionen Euro haben wir hier die bislang höchste Auslandsinvestition in der fast 90-jährigen Geschichte unseres mittelständischen Familienunternehmens vorgenommen", betonte Wolfgang Fritsch-Albert, Vorstandsvorsitzender der Westfalen AG, in seiner Eröffnungsansprache. An den Bauarbeiten, die in 16 Monaten reibungslos über die Bühne gingen, waren rund 30 Unternehmen beteiligt - unter anderem aus Frankreich, Italien, der Türkei und Deutschland.

Die Luftzerlegung in Le Creusot erfolgt nach dem Niederdruckverfahren. Die Anlage saugt pro Stunde bis zu 16 500 Normkubikmeter Umgebungsluft an und produziert täglich 300 Tonnen Stickstoff, Sauerstoff und Argon. Ein Teil des Sauerstoffs versorgt per Rohrleitung das benachbarte Stahlwerk Industeel Creusot, das zur Arcelor-Mittal-Gruppe gehört. Dieses Werk erzeugt Spezial- und Edelstähle für Anwendungen zum Beispiel in der Petrochemie und der Energiewirtschaft. Mindestens 15 Jahre muss Westfalen die Versorgung des Arcelor-Standorts gewährleisten. Die vertraglichen Vereinbarungen sehen außerdem auch Stickstofflieferungen vor. Zudem hat man sich auf die Versorgung weiterer französischer Werke von Arcelor-Mittal per Tankwagen verständigt. Der Weltmarktführer für Stahl sichert damit die Grundauslastung der Anlage. Neben der Metallindustrie gehören auch Hersteller von Lebensmitteln zu den Abnehmern der Anlage. Die 63 Meter hohe, so genannte Cold-box ist das Wahrzeichen der Anlage und weithin sichtbar. Für das traditionelle Flaschengeschäft hat Westfalen France bereits 2008 nur wenige Kilometer entfernt ein Füllwerk für Industriegase und Lebensmittelgase in Betrieb genommen.

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Zur Westfalen-Unternehmensgruppe gehörten bislang Auslandsgesellschaften in den Niederlanden, Frankreich, Belgien, der Schweiz und Österreich. Anfang September gründete der Gasehersteller aus Münster seine sechste Auslandsgesellschaft - in Tschechien. Den Ausschlag dafür gaben, so Fritsch-Albert, die gute Infrastruktur, eine lange Tradition als Industriestandort und nicht zuletzt die Nähe zu den Werken und Lägern der Westfalen AG in Deutschland. Die Westfalen Gas s.r.o. mit Sitz in Domazlice in der Nähe der bayerischen Grenze beschäftigt bislang jedoch erst drei Mitarbeiter. Schwerpunkt ist zunächst der Vertrieb von Kältemitteln für Kühl- und Klimaanlagen; Industrie- und Spezialgase werden das Produktsortiment schrittweise vergrößern.

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