Deutsche Mikro- und Nanotechnikbranche

Stimmung spürbar gestiegen

Für die Unternehmen der Mikrotechnik, Nanotechnik, neuen Materialien und optischen Technologien in Deutschland ist das Geschäft 2013 genauso gelaufen, wie die Branche es Anfang des Jahres vorhergesagt hat: auf einem konstanten Niveau. 2014 soll es deutlich besser werden. Die Wachstumserwartungen der Unternehmen sind so positiv wie seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr. Dies ergab eine Umfrage des IVAM Fachverband für Mikrotechnik.

Laut Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2013 nur um 0,4 % gestiegen - so gering wie zuletzt im Krisenjahr 2009. Für 2014 sagt das Ifo-Institut für die deutsche Wirtschaft ein kräftiges Wachstum voraus. Vor allem Exporte sollen wieder zunehmen. Für die Mikro- und Nanotechnik-Branche in Deutschland wird sich 2014 voraussichtlich vor allem die Auftragslage deutlich verbessern. Auch Produktion und Absatz sollen bei jeweils über 60 % der Unternehmen steigen. Mehr Personal einstellen wird voraussichtlich nur gut ein Viertel der Befragten. Nur ein Zehntel erwartet Verbesserungen bei der Finanzierung. Dennoch planen 30 % der Unternehmen, Investitionen zu tätigen - ein höherer Anteil als in den Vorjahren.

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In der IVAM-Befragung gaben 43 % der Mikro- und Nanotechnikunternehmen an, dass sie Innovationsvorhaben nur umsetzten können, wenn sie diese durch Fördermittel der EU kofinanzieren können. Insgesamt planen 44 % der befragten Unternehmen, Fördermittel aus dem neuen Programm in Anspruch zu nehmen. Nur 23 % der Unternehmen denken, dass sich ihre Chancen auf Fördergelder durch Horizon 2020 verbessert haben. Der Aufwand für die Antragstellung, so die Annahme vieler Unternehmen, sei für kleine Unternehmen immer noch zu hoch. Allerdings fehlten hierzu, da das Programm zum Zeitpunkt der Befragung gerade erst angelaufen war, noch echte Erfahrungswerte.

NSA-Affäre schürt Unsicherheit
Die NSA-Affäre hat bei den Unternehmen der Mikro- und Nanotechnik-Branche große Unsicherheit bezüglich der Sicherheit ihres technologischen Know-hows geschürt. Der überwiegende Anteil der Befragten (54 %) mochte keine Einschätzung dazu abgeben, ob das unternehmenseigene Know-how vor Ausspähung ausreichend sicher ist. Ein Viertel der Unternehmen meint, vor Ausspähung geschützt zu sein. Mit 21 % sind recht wenige Unternehmen überzeugt davon, dass sie keinen ausreichenden Schutz haben. Ein gutes Drittel der Unternehmen gibt an, sie hätten im Zuge der NSA-Affäre Maßnahmen ergriffen, um die Datensicherheit zu erhöhen.

Die meisten Unternehmen sind sich bewusst, dass sie für die Sicherheit ihrer Daten zumindest teilweise selbst verantwortlich sind. Fast 90 % sprechen sich dennoch für ein stärkeres regulierendes Eingreifen von Regierungen und Behörden aus. Zwar trage jedes Unternehmen selbst Verantwortung, der Staat müsse aber auch seiner Verantwortung nachkommen und für den Datenschutz einen klaren rechtlichen Rahmen setzen, für die Einhaltung gesetzlicher Regelungen sorgen und Verstöße mit Sanktionen ahnden.

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