Photonik-Branche: Exportquote 70 %
Starkes Auslandsgeschäft
2013 konnten die rund 1000 deutschen Unternehmen der optischen Industrie ihren Umsatz um gut 3 % auf 28,4 Mrd. Euro steigern. Für das laufende Jahr erwartet der Branchenverband Spectaris laut einer Umfrage unter seinen Mitgliedsunternehmen einen weiteren Umsatzanstieg um knapp 7 % auf dann gut 30 Mrd. Euro.
"Nachdem das Krisenjahr 2009 mit Umsatzeinbußen von 20 % die Photonik sehr gefordert hat, sind die Folgejahre nun wieder durch Wachstum geprägt", so Wenko Süptitz von Spectaris. Dabei ist das Umsatzwachstum im Ausland mit einem Plus von 3,8 % stärker als das im Inland (+1,6 %): Der gesamte Inlandsumsatz liegt bei 9,5 Mrd. Euro, der Auslandsumsatz beträgt 19,5 Mrd. Euro. Die überdurchschnittlich hohe Exportquote von 67 % verdeutlicht die hohe Innovationskraft der deutschen Photonik-Firmen. Im abgelaufenen Jahr konnte auch die Zahl der Beschäftigten leicht um 1,8 % auf 123700 gesteigert werden.
Dieses Jahr soll das Wachstum im Ausland mit einem Plus von gut 7 % wiederum deutlicher ausfallen als im Inland (+5 %). Bei den Beschäftigtenzahlen geht Spectaris von einer weiteren leichten Steigerung auf dann knapp 125000 Beschäftigte aus.
Zu schaffen machen der Branche einige regulatorische Hürden. Aktuell muss sich die deutsche - aber auch die internationale - Photonik-Branche insbesondere mit der RoHS-Richtlinie und der REACH-Verordnung der Europäischen Union beschäftigen. Die EU-Richtlinie RoHS (Restriction on the Use of Hazardous Substances) ist seit 2013 Teil der Anforderung für die CE-Kennzeichnung und technische Dokumentation. Mit RoHS legt der europäische Gesetzgeber Höchstgrenzen für Schwermetalle in elektrischen und elektronischen Geräten fest. Betroffen ist davon auch optisches Glas, das Blei beinhalten kann, und Filtergläser, die Cadmium oder Blei enthalten können.
Auch aus der REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals) ergeben sich besondere Pflichten für die Photonik-Unternehmen, insbesondere im Rahmen der sogenannten Kandidatenliste. Auf dieser sind die Stoffe gelistet, die als besonders besorgniserregend eingestuft werden. Mittlerweile befinden sich auf der Liste bereits 151 Stoffe, darunter Arsenoxid, welche für die Herstellung von Glas und als Bestandteil von der in der Photonik und Messtechnik sehr bedeutsamen Glaskeramik Zerodur enthalten ist.









