Mikrobiologische Inkubatoren

Auf den Spuren der Mikroorganismen

Die Mikrobiologie ist ein Teilgebiet der Biologie. Der sehr komplexe wissenschaftliche Bereich befasst sich mit der Erforschung von Bakterien, Pilzen, Protozoen, Cyanobakterien und Viren. Wichtige Erkenntnisse aus diesem Fachgebiet schufen wiederum weitere Grundlagen, unter anderem für die moderne Gentechnik, molekularbiologische Techniken, medizinische Diagnostik oder auch für Lebensmitteltests und mikrobiologische Stabilitätstests in der Pharma- und Kosmetikindustrie. In allen Bereichen werden Inkubatoren für die Bebrütung von Proben oder Organismen eingesetzt.

BINDER Inkubator BF (Bild: Binder)

BINDER Inkubatoren BD und BF
Die meisten Krankheitserreger (Mikroorganismen) haben ihr Temperaturoptimum von 37 °C auf ihren Wirt – den Menschen – eingestellt. Gerade bei solchen Bebrütungstemperaturen von 30 bis 37 °C sind die BINDER Inkubatoren der Serie BD und BF besonders gut geeignet.

Der Standardinkubator BD arbeitet mit natürlicher Konvektion und wird meist für kleine Chargen oder für die Bebrütung von robusten Probenformaten eingesetzt. Der mit einer forcierten Umluft ausgerüstete Inkubator BF sorgt wiederum bei großen Schränken, mit voller Beladung und bei häufigem Türöffnen für eine schnelle, gleichmäßige Temperaturverteilung. Zusätzlich wirkt sich die forcierte Umluft positiv auf die Schnelligkeit der Aufheiz- und Erholzeiten aus.

Beide Brutschränke können bei 100 °C dekontaminiert werden, was die Gefahr einer Kreuzkontamination minimiert. Wichtige Anwendungsgebiete der Inkubatoren BD und BF sind beispielsweise die medizinische Diagnostik, Hygienekontrollen und die Molekularbiologie.

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BINDER Inkubator KT (Bild: Binder)

Kühlinkubatoren KB und KT bieten breites Einsatzspektrum
Es gibt jedoch auch Organsimen, die bei Temperaturen von 20 bis 30 °C optimal gedeihen. Kleinste Lebewesen, die einen erheblichen Einfluss auf den Verderb von Lebensmitteln und Getränken haben. Bei der Herstellung dieser ist daher eine sehr sorgfältige Kontrolle notwendig. Dazu werden bei der Lebensmittelproduktion in regelmäßigen Abständen Proben entnommen und in Inkubator bei verschiedenen Temperaturen bebrütet. Innerhalb weniger Tage stellt sich heraus, ob die Probe mit ungewünschten Organismen befallen ist, was zu einem Verderb der Ware führen würde.

Speziell bei Sterilitätsprüfungen von pharmazeutischen Produkten ist eine flexible Bebrütungszeit erforderlich. Neben der üblichen mikrobiologische Inkubationen bei 37 °C decken die Kühlinkubatoren KB und KT auch den Temperaturbereich von 20 bis 30 °C ab. Gleichzeitig sind die Geräte mit einer Kühlfunktion von +4 °C bzw. -5 °C ausgestattet, um die Bebrütung bei Bedarf zu unterbrechen. Die Kühlfunktion kann auch dazu genutzt werden, entstehende Wärme bei Einsatz eines Schüttlers zu kompensieren sowie niedrige Inkubationstemperaturen (15 bis 30 °C) zu fahren. Die breite Temperaturspanne erlaubt auch bei hohen Umgebungstemperaturen eine verlässliche Inkubation.

Der Unterschied zwischen den Kühlinkubatoren KB und KT liegt in der Kühltechnologie. Der KB wartet mit einem leistungsstarken Kompressor auf, während der KT mit einem modernen Peltier-Element betrieben wird. Dieser kommt ohne umweltschädliche oder brennbare Kältemittel aus und arbeitet bei hoher Umgebungstemperatur sehr energieeffizient.

Die Temperatureinstellung lässt sich bei beiden Kühlinkubatoren über einen bedienerfreundlichen Multifunktionsregler auf Zehntelgrad genau einstellen. Seine umfangreichen Programmfunktionen verbreitern zusätzlich das Einsatzspektrum. Auch die Kühlinkubatoren KB und KT haben die Funktion der 100 °C Dekontamination, um eine Kreuzkontamination zu vermeiden.

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