Quecksilber-Analytik

Direktverfahren und Speziesanalytik

Die Giftigkeit von Quecksilber ist, je nachdem wie es in der Probe vorliegt, sehr unterschiedlich. Ganz besonders toxisch ist Hg als Methylquecksilber, wie es häufig in Fischen und Meeresfrüchten vorliegt. Herkömmliche Quecksilber-Bestimmungen sind sehr aufwändig - von den Fehlerquellen ganz zu schweigen.

Jetzt gibt es ein Quecksilber-Direktverfahren mit schneller Extraktion und Mikrowellenunterstützung, das dank leistungsfähiger Anreicherung eine Nachweisgrenze bis zu 3 pg Hg erreicht. Die ETHOS.lab zusammen mit dem Mikrowellen-Heizblocksystem MWH ermöglicht es, bis zu 39 Proben parallel zu extrahieren. Dies erfolgt unter kräftiger Rührung gleichzeitig in allen Behältern. Bei diesem automatischen Arbeitsschritt reichert sich Methylquecksilber in der organischen Phase an und wird somit vom anorganischen Quecksilber getrennt. Durch die zugesetzten Reagenzien wird die Fischprobe weitgehend hydrolysiert, wodurch eine schnelle Phasentrennung erreicht wird.

Mit Hilfe einer Pipette lässt sich ein Aliquot aus der organischen Phase entnehmen und am DMA-80 bzw. mercurio SGL direkt analysieren. Die direkte Hg-Bestimmung reduziert dabei den Arbeitsaufwand und die Fehlerquellen erheblich, da sonst der Analyt nochmals in ein wässeriges Medium rückextrahiert werden müsste.

Das seit Jahren bewährte Konzept bewältigt neben Flüssigkeiten auch Feststoffe ohne Aufschluss direkt mit sehr hoher Empfindlichkeit. Selbst gasförmige Proben können schnell und zuverlässig analysiert werden. Lediglich durch die Auswahl der entsprechenden Methode per Software wird das Gerät passend konfiguriert. Mit seinen bis zu drei beheizten Küvetten verfügt das System über einen außergewöhnlich großen Messbereich.

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