Pipettierroboter-System - Blick in die Technik
Automatisiertes Tropfen-Abstreifen
Eine Vielzahl von Medien neigen dazu, beim Pipettieren einen Tropfen an der Pipettenspitze zu bilden. Solche Tropfen können sich negativ auf die Richtigkeit des pipettierten Volumens auswirken oder ggf. auch zu einer Kreuzkontamination führen, sollte der Tropfen unkontrolliert abfallen. Mit dem jüngsten Softwareupdate (V 4.3.) der Software für die Liquid-Handling-Station (LHS) von Brand lassen sich solche Tropfen an der Gefäßwandung abstreifen.
Wie läuft das automatische Abstreif-Verfahren ab?
Beim Abstreifen in der LHS wird die Spitze zuerst mittig auf eine definierte Höhe (s. Grafik, links) in das Gefäß gefahren. Anschließend wird die Spitze waagerecht zum Gefäßrand geführt, so dass es zu einem Kontakt zwischen Pipettenspitze und Gefäß kommt und die Spitze leicht an die Gefäßwandung gedrückt wird (Grafik, Mitte). Die Spitze kann sich dabei minimal verbiegen. Mit einer weiteren Bewegung wird die Spitze senkrecht an eine definierte Höhe (Grafik, rechts) nach oben gefahren, um eine Abstreifbewegung zu erzeugen. Dabei verhindert die LHS-Software automatisch, dass die Spitze komplett aus dem Gefäß herausfährt, um zu unterbinden, dass die Spitze ruckartig in ihre Ausgangsposition zurückkehrt. In einer letzten Bewegung wird die Spitze waagerecht ins Zentrum des Gefäßes bewegt. Die Abstreifbewegung ist damit abgeschlossen.
Die Abstreiffunktion kann für Aspirieren, Dispensieren, Vorbenetzen und Mischen aktiviert werden. Die Software zählt dabei, wie oft pro Spitze abgestreift wird. In einigen Fällen kann eine Feinabstimmung der Parameter (1 – 3 in der Grafik) zu einer Verbesserung des Abstreifens führen. Darüber hinaus kann eingestellt werden, an welcher Gefäßseite abgestreift wird und ob vor dem Aufsaugen des Luftpolsters, nach dem Aufsaugen des Luftpolsters oder in beiden Fällen abgestreift werden soll.
Quelle: BRAND

















