Vakuumpumpe

Woher kommt eigentlich das Vakuum im Labor?

Wenn alles im Labor funktioniert und die benötigten Anschlüsse und Ventile da sind, macht man sich darüber nur wenig Gedanken. Ob Vakuum im Labor zur Verfügung steht, merkt man möglicherweise erst dann, wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht mehr da ist. Die Vakuumtechnik ist oftmals nur Beiwerk zu typischen Laborapplikationen wie Verdampfung, Trocknung oder Filtration – wenngleich natürlich unverzichtbares Beiwerk.

Grundsätzlich gibt es, wie so oft, mehrere Möglichkeiten, Vakuum im Labor zur Verfügung zu stellen – mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen:

Vakuumpumpe für Einzelplatz
Bei einer Vakuumpumpe auf dem Labortisch stellt man sich nicht die Frage, woher das benötigte Vakuum kommt. Eine einzige chemiebeständige Vakuumpumpe exklusiv für die eigene Anwendung stellt eine ideal zugeschnittene Lösung dar und bietet optimale Arbeitsbedingungen. Chemiemembranpumpen mit Emissionskondensator und Abscheider zur Lösemittelrückgewinnung und zum Schutz der Pumpe vor Kondensat sind eine gute Wahl. VARIO®-Membranpumpen von Vacuubrand mit variabler Drehzahl und zusätzlichen Regel- und Einstellmöglichkeiten bringen Vorteile, wie automatisch das immer „richtige“ Vakuum, Energieeinsparung oder Fernsteuerungsoptionen.

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Eine Netzwerkpumpe mit Peltronic-Emissionskondensator versorgt eine ganze Laborzeile mit Vakuum – Es wird kein Kühlwasseranschluss benötigt.

Zentrales Vakuum
In diesem Fall wird die Vakuumversorgung entweder über ein Zentralvakuum oder über ein lokales Vakuumnetzwerk sichergestellt. Trotz der häufig überdimensionierten Vakuumpumpen, die für Zentralvakuum eingesetzt werden, hat man als Nutzer im Labor nur sehr wenig Einfluss auf ausreichendes Endvakuum oder Saugvermögen, das passend auf die eigene Anwendung abgestimmt ist. Manchmal werden andere Anwendungen von ihren Nutzern gerade kurzzeitig belüftet und die Performance für das ganze zentral versorgte Gebäude wird somit negativ beeinflusst. Bei Umbauten schränken die fest installierten Rohrleitungen die Flexibilität ein. Wartungen am Vakuumerzeuger oder im Rohrleitungssystem bremsen alle Nutzer gleichzeitig aus. In den langen Rohrleitungen können unerwünschte Mischungen von Dämpfen und Lösemitteln aus den verschiedenen Laboren entstehen. All diese Aspekte müssen – neben den hohen Betriebs- und Wartungskosten – beachtet werden.

Vakuumnetzwerke für Labore
Ein lokales Vakuum-Netzwerk dagegen ist der perfekte Kompromiss zwischen Einzelpumpe und Zentralvakuum. Mehrere Anwendungen können versorgt werden. Die Installation ist einfach und schnell und erfolgt mit nur wenig Werkzeug. Rückschlagventile in den Einzelmodulen vermindern die Beeinträchtigung durch benachbarte Applikationen. Die Netzwerkpumpe arbeitet fast geräuschlos im Laborunterschrank und bietet, je nach Ausführung, Komfortmöglichkeiten, um nicht regelmäßig beaufsichtigt zu werden und im Dauerlauf rund um die Uhr zu arbeiten. Vakuum wird nur dann erzeugt, wenn es auch benötigt wird („vacuum on demand“).

Vacuubrand entwickelt sein lokales Vakuumnetzwerk VACUU·LAN® gemeinsam mit seinen Kunden stetig weiter und passt es an moderne Laboreinrichtungssysteme an. Ziel dabei ist es, die Vakuumversorgung in Laboren der Lehre, Forschung und Industrie stetig zu verbessern. Das Konzept ist effizient und denkbar einfach zugleich: Mehrere Arbeitsplätze eines einzelnen Labors nutzen gemeinsam eine leistungsfähige, chemisch beständige Membranpumpe. Der Vakuumanschluss an den einzelnen Arbeitsplätzen erfolgt über Module, deren integrierte Rückschlagventile eine wechselseitige Beeinflussung mit hoher Wirksamkeit deutlich verringern. Die Verbindung zwischen Vakuumpumpe und Modulen wird mit chemiebeständiger PTFE-Verrohrung und Rohrverbindungselementen hergestellt. In solchen Netzwerken wird ein Endvakuum von bis zu 2 mbar erreicht. Die Vielfalt der Anschlussmodule ermöglicht individuelle und platzsparende Lösungen für alle gängigen Vakuumanwendungen. VACUU·LAN® kann direkt in neu zu installierende Labormöbel eingeplant und integriert oder nachträglich in bestehende Laboratorien eingebaut werden. Die automatische Steuerung der Vakuumpumpe ermöglicht die bedarfsgerechte Vakuumerzeugung und schont Umwelt und Budget. Umfangreiches Zubehör wie kühlmedienfreie Nachkondensation, Überwachung des Füllstands in den Abscheidern und Schnittstellen zur Fernüberwachung der Pumpe erhöhen zusätzlich die Betriebssicherheit.

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