HPLC-Tipp

Peaky und Chromy – die „HPLC-Versteher“?

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, möglicherweise fällt es auch Ihnen bei Diskussionsrunden schwer, Aussagen von Fachleuten zu beurteilen. Umso mehr, wenn sie sogar wahrhaftig erscheinen… Lasst uns zum Jahresausklang nun zwei Fachleuten lauschen – sofern sie tatsächlich welche sind: Unseren Peaky und Chromy. Peaky fängt an – wie sollte es auch anders sein –, aber Chromy will nicht zurückstecken, und im Anschluss präsentiert auch er seine Aussagen. Bis zum 25. Januar 2015 können Sie an LABO/NOVIA die richtigen Antworten inkl. (bei Bedarf) kurzer Argumentation zusenden. Von den richtigen Antworten werden drei ausgelost. Die Gewinner bekommen ein Exemplar von „HPLC-Tipps Band 3“ direkt nach Erscheinung und mit Bezugnahme auf den Gewinn „Weihnachten 2014“ von mir signiert. Viel Erfolg!

Peaky meint:

Dr. Stavros Kromidas
  1. Das Totvolumen nach der Säule ist wichtiger als vor der Säule, ferner ist bei Gradiententrennungen das Totvolumen der Apparatur viel unwichtiger als das Verweilvolumen.
  2. Die UHPLC liefert eine bessere Nachweisempfindlichkeit als die HPLC.
  3. Zeitgewinn ergibt sich bei der UHPLC allenfalls dann, wenn die Trennung den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt darstellt.
  4. Die Peaksymmetrie nimmt bei den später eluierenden Peaks im Falle von isokratischen Trennungen sowohl in der HPLC als auch in der UHPLC ab.

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Chromy meint:

  1. Monolithen eignen sich besonders gut im Falle einer „dreckigen“ Matrix.
  2. Eine stärkere Wechselwirkung führt zu einer besseren Differenzierung von Analyten und folglich zu einer besseren Selektivität und Auflösung.
  3. Eine Säule erzeugt einen Rückdruck von 100 bar; im Zuge von Gedankenspielen zur Optimierung wurde an diverse Kombinationen gedacht. Welcher Druck ergibt sich in welcher Situation und welche Situation ist mit einem kommerziellen Gerät z.Z. nicht realisierbar?
    • Doppelte Länge plus gleichzeitig Abnahme des Innendurchmessers um Faktor 2 (Druck:…) 3 A
    • Abnahme des Innendurchmessers um Faktor 2 (Druck:…) 3 B
    • Doppelte Länge plus gleichzeitig um Faktor 2 kleinere Teilchen (Druck:…) 3 C
    • Abnahme des Innendurchmessers um Faktor 2 plus gleichzeitig um Faktor 2 kleinere Teilchen (Druck:…) 3 D
  4. Eine Vorsäule soll zwar eine möglichst große spezifische Oberfläche und eine starke Belegung aufweisen, aber sie muss nicht unbedingt das gleiche Material wie die Hauptsäule enthalten.

Ich wünsche Ihnen ein frohes, glückliches Fest und für 2015 Gesundheit, Wohlergehen und den Mut, ab und zu Normen zu verlassen…


Ihr Stavros Kromidas

© by Stavros Kromidas
http://www.kromidas.de

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