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HPLC-TippDer HPLC-Tipp

Die „Kleinen“ im August

Von Dr. Stavros Kromidas, Saarbrücken Besteht Bedarf, das Rauschen zu minimieren (Hinweis von Hans-Joachim Kuss, LMU, München)

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Man braucht dazu zunächst nur ausrechnen, wie hoch das Rauschen ist. Je nach Anforderung kann anschließend entschieden werden, ob aktuell Handlungsbedarf besteht oder eben nicht. Ein Beispiel dazu:

Nehmen wir an, Sie betreiben Nebenkomponenten-Analytik, d.h. Sie haben beispielsweise einen Hauptpeak mit einem Ausschlag von 1 V und mehrere kleine Peaks mit einem Reporting Level von 0,05 %, was häufig das Zweifache der Bestimmungsgrenze beträgt. 0,05 % von 1 V – der Ausschlag des Hauptpeaks – sind 500 µV. Als Bestimmungsgrenze wird oft ein S/N-Verhältnis („Signal/Rausch-Verhältnis“) von 10:1 definiert, im vorliegenden Beispiel sollte also das Rauschen bei der Bestimmungsgrenze 50 µV für Ihr Reporting Level höchstens 100 µV sein. Ist das nicht der Fall, bestünde Handlungsbedarf:

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1. Lampe und Linsen (!) o.k.? Evtl. Zelle reinigen.

2. Einstellparameter wie Sample Rate, Zeitkonstante etc. den aktuellen Trennbedingungen anpassen.

3. Kabel, Interfaces/AD-Wandler etc. auf ausreichende Abschirmung hin überprüfen.

4. Netzentstörfilter (elektronische Filter) einsetzen – für ein paar Euro von jedem Elektronik-Geschäft oder für ein paar hundert bis ein paar tausend Euro speziell für die Chromatographie erhältlich.

Im Bild ist ein Beispiel aus den Unterlagen eines kommerziellen Anbieters dargestellt. Durch Eliminierung des Rauschens reduziert sich die Bestimmungsgrenze von Chlorphenolen von 3,5 ppm auf 150 ppb (Faktor ca. 40). Darüber hinaus werden noch zwei zusätzliche Peaks erkannt, die vorher unter dem Rauschen verschwunden waren.
Vibrationen und Detektorprobleme
Sie haben zweimal hintereinander die Lampe ausgetauscht, trotzdem lässt die Empfindlichkeit zu wünschen übrig. Denken Sie in solchen Fällen auch an exotische Ursachen. Folgender realer Fall:

Durch Vibrationen bei einer älteren Pumpe war der Spiegel am Detektor aufgrund schlechter Qualität des Klebers um ein Stück nach unten abgerutscht. Styropor unter der Pumpe löste das Problem sofort.
Beeinflusst die Temperatur die Peakfläche?
Zunächst sollte es bei einem konzentrationsempfindlichen Detektor nicht der Fall sein. Dennoch wird immer wieder eine Beeinflussung beobachtet. Nachfolgend drei mögliche Ursachen:

1. Die stationäre Phase kann wie ein Katalysator wirken und im Falle von längeren Analysenzeiten kann sich der Analyt bei erhöhten Temperaturen z.T. chemisch verändern.

2. Durch Temperaturänderung kann sich der pH-Wert des Eluenten ändern und bei einigen Analyten die UV-Absorption, folglich auch die Peakfläche (pH-Wert-Abhängigkeit der UV-Absorption).

3. Durch Temperaturänderung ändert sich der Brechungsindex und da die meisten UV-Detektoren nicht Brechungsindex-entkoppelt sind, kann sich das Signal ändern.
© by Stavros Kromidas

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