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Der HPLC-Tipp im Januar/Februar

Was sagt mir diese Bezeichnung/Abkürzung des Materials?

Der Fall
Es werden stets neue Säulen in den Markt eingeführt. Die Bezeichnungen sind oft Fantasienamen, vom jeweiligen Firmenmarketing kreiert. Oft jedoch erhält man durch den Namen bzw. die verwendete Abkürzung Hinweise auf Eigenschaften des Materials oder auch seine (vermeintliche) Eignung für bestimmte Trennprobleme. Nachfolgend einige Beispiele für solche Namensgebungen:
JUPITER: Der Name, an den größten Himmelskörper in unserem Planetensystem angelehnt, soll auf den großen Porendurchmesser von 300 Å hinweisen (Phenomenex).
GEMINI (TWIN-Technologie): Silicium- atome in der Kieselgelmatrix dieses Hybridmaterials sind über zwei Bindungen mit organischen Molekülen gebunden, während die Konkurrenz nur eine Bindung verwendet (Phenomenex).
HALO: Aus dem Englischen: (Heiligen-) Schein, Lichtkegel, (Mond-)Ring, indirekter Hinweis auf die „Fused Core“-Technologie: Um einen rigiden Kern herum befindet sich – eben wie ein Schein/Ring – die stationäre Phase als poröse Schicht (Sigma Aldrich).
ACCUCORE: Besonders „akkurater“ (präzise hergestellter) Kern für die „Fused Core“-Technologie (ThermoFisher/Dionex).
SCHERZO: Aus dem Italienischen, etwa: Jux, Ulk, Scherz. Analog den intelligenten, hintergründigen Späßen der mittelalterlichen Hofnarren weist die Oberfläche dieses Material eine ebenso „intelligente“/„verspielte“ Besonderheit auf, nämlich Trifunktionalität (MZ-Analysentechnik). Bei den Akronymen ist es nicht immer einfach dahinter zu steigen. Was sagen uns nun solche Abkürzungen?
Die Lösung
In nachfolgender Tabelle habe ich einige Bezeichnungen von neueren Materialien aufgenommen, bei Bedarf folgt ein kurzer Kommentar. Ich habe auch Abkürzungen von etwas älteren Materialien berücksichtigt, so z.B. BEH und RS, denn ich mache die Erfahrung, dass sie nicht immer geläufig sind.

Das Fazit

Manch eine Bezeichnung weist auf eine tatsächliche Besonderheit des Materials hin – aber oft auch auf eine, die der Hersteller suggerieren möchte. Es lohnt sich dennoch, beim Hersteller nachzufragen, es besteht schon die Chance, Infos über die Eignung eines Materials für bestimmte Substanzklassen zu erhalten.
© by Stavros Kromidas
www.kromidas.de

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Von Dr. Stavros Kromidas, Saarbrücken

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