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Artikel und Hintergründe zum Thema

Forschende kombinieren zwei Methoden

Barbara Schick,

Potenzial für die Darmkrebsfrüherkennung

Die Zahl der Darmkrebserkrankungen bei unter 50-Jährigen steigt. Wird Darmkrebs jedoch frühzeitig erkannt, erhöhen sich die Heilungschancen erheblich. Deshalb forscht Hahn-Schickard mit Projektpartnern am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und dem Deutschen Krebsforschungszentrum an neuen Methoden zur Krebserkennung in Blutproben.
Die Zahl der Darmkrebserkrankungen bei unter 50-Jährigen steigt. Forscher von Hahn-Schickard und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein entwickeln einen innovativen Bluttest, der Darmkrebs frühzeitig erkennen soll – schon bei minimalem Blutvolumen und hoher diagnostischer Genauigkeit. © Hahn-Schickard

Einen vielversprechenden neuen Ansatz zur Früherkennung des kolorektalen Karzinoms, kurz KRK oder CRC, hat das Forschungsteam um Dr. Peter Jülg, Gruppenleiter für Liquid Biopsy, im Fachjournal "Analytical Chemistry" vorgestellt. Der hier beschriebene Bluttest basiert der auf der innovativen Kombination zweier etablierter Methoden – der Immunpräzipitation und der digitalen Multiplex-PCR.

"Vielversprechende Marker für Darmkrebs aus dem Blut wurden in den letzten Jahren bereits identifiziert. Das Fundament ist also gelegt", sagt Truong-Tu Truong, der den Test mit Klara Mikloska maßgeblich entwickelt hat. "Die flächendeckende Überführung in die klinische Praxis steht jedoch noch immer am Anfang. Indem wir bestehende Krebsmarker mit unserer neuartigen Methode kombinieren, kommen wir der klinischen Anwendung einen entscheidenden Schritt näher – insbesondere, da wir praktische Hürden wie die erforderliche Blutmenge stark reduzieren."

Das neue Verfahren umgeht dieses Problem durch eine schonende, nicht-degradierende Probenaufbereitung und zeigte eine hohe diagnostische Genauigkeit: In einer Pilotstudie mit 32 Darmkrebspatienten und -patientinnen und 29 Kontrollpersonen erreichte der Test eine Sensitivität von 85 % und eine Spezifität von 90 % – bei einem zwanzigfach geringeren Probenvolumen im Vergleich zu bestehenden Methoden mit ähnlicher Genauigkeit. Eine Menge von 500 µl Blutplasma reiche aus.

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Bis ein solcher Bluttest eines Tages Teil der Routinediagnostik werden kann, sind noch zahlreiche weiterführende Studien notwendig. Die Nachwuchswissenschaftlerin Judith Sum, die das Verfahren weiterentwickelt, möchte insbesondere zusätzliche Marker integrieren, um die diagnostische Genauigkeit weiter zu erhöhen.

Publikation:
Truong T. Truong, Klara Mikloska, Judith Sum et al. Coupling Immunoprecipitation with Multiplexed Digital PCR for Cell-Free DNA Methylation Detection in Small Plasma Volumes of Early-Onset Colorectal Cancer, Anal. Chem. 2025, 97, 21, 11259–11268; DOI:10.1021/acs.analchem.5c01361

Quelle: Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung

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