Porträt

9 Fragen an Klaus Nielsen, Sartorius Stedim Biotech

Die Person:

Klaus Nielsen, geboren am 28.12.1957 in Schwelm. Ausbildung zum Diplom-Biologen an der Universität Bochum. 1987 – 1990 Außendienstmitarbeiter im Vertrieb, Millipore. 1990 – 1993 Verkaufsleiter für Laborprodukte, Sartorius. 1993 – 2005 verschiedene Management-Positionen bei der Danaher Corporation. Seit Januar 2006 Vice President Marketing Lab Technologies bei Sartorius, jetzt Sartorius Stedim Biotech.

Verheiratet, zwei Töchter (12 Jahre und 10 Monate) sowie ein Sohn (9 Jahre). Zur Familie gehört weiterhin ein Golden Retriever. Hobbies: Radfahren, Joggen und Schwimmen mit der Familie.

Die Firma:

Sartorius Stedim Biotech ist ein führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Entwicklungs-, Qualitätssicherungs- und Produktionsprozesse in der biopharmazeutischen Industrie. Mit integrierten Lösungen für die Fermentation, Filtration, Aufarbeitung, Medienlagerung und -transport sowie für das Labor unterstützt Sartorius Stedim Biotech seine Kunden dabei, Biotech-Medikamente sicher, schnell und wirtschaftlich zu entwickeln und herzustellen. Mit klarem Fokus auf innovative Einwegtechnologien und wertschöpfenden Service gestaltet Sartorius Stedim Biotech den rasanten Technologiewandel in seiner Industrie. Verwurzelt in Wissenschaft und Forschung und eng verbunden mit Kunden und Technologiepartnern, setzt das Unternehmen seine Philosophie „Turning science into solutions“ tagtäglich in die Praxis um.

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Sartorius Stedim Biotech ist an der Pariser Börse Euronext notiert und hat seinen Hauptsitz in Aubagne, Frankreich. Mit Produktions- und Entwicklungsstandorten in Europa, Nordamerika und Asien und einem globalen Netz an Vertriebsgesellschaften ist das Unternehmen weltweit präsent. Der wichtigste Produktions- und Entwicklungsstandort befindet sich in Deutschland (Göttingen). Das Unternehmen beschäftigt über 2200 Mitarbeiter.


Was reizt Sie an Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Innerhalb des Bereichs „Laboratory Technologies“ ist Sartorius Stedim Biotech in den Geschäftsfeldern Zellkultur, Filtration, Reinstwasseraufbereitung, Aufreinigung und Mikrobiologie tätig. In jedem dieser Felder ist die Marktsituation sehr unterschiedlich, woraus sich eine Vielfalt an Herausforderungen ergibt: Einmal gilt es eine starke Marktposition zu behaupten, ein anderes mal ein völlig neues Feld zu erobern. Hierbei reizt mich der Wettbewerb mit professionellen Konkurrenten in einem sehr dynamischen Umfeld.

Welche Ziele haben Sie sich in nächster Zeit und für die weitere Zukunft gesetzt?

Mein Ziel ist es, unseren Kunden mit hervorragenden Produkten, Know-how und ganzheitlichen Problemlösungen im Labor zur Seite zu stehen. Dabei will ich zusammen mit meinen Mitarbeitern insbesondere auch in neue Marktsegmente vordringen und unsere Distribution in stark wachsenden Märkten ausbauen, um damit das derzeitige Wachstum unseres Unternehmens zu beschleunigen.

Wo liegen die besonderen Herausforderungen für Sie?
Um diese Ziele zu erreichen, sehe ich die Stärkung bzw. den momentanen Aufbau entsprechender Strukturen als eine besondere Herausforderung an. Hierbei möchte ich das bestehende Team mit hochqualifizierten neuen Mitarbeiter ergänzen und diese intensiv fördern. Eine spezielle Herausforderung liegt für mich aber immer auch darin, frühzeitig neue Trends und Kundenbedürfnisse zu erkennen und zeitnah in kommerzialisierbare neue Produkte umzusetzen.

Was halten Sie für Ihre größten Stärken und Schwächen?
Menschen, die mich kennen, schätzen meine Zuverlässigkeit und mein Durchsetzungsvermögen – werden aber auch hin und wieder mit meiner Ungeduld konfrontiert.

Wie beurteilen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in Deutschland?
Derzeit befindet sich die Weltwirtschaft in einer Aufschwungphase. Für exportorientierte Länder wie Deutschland und Unternehmen wie das unsere ist diese Entwicklung sehr hilfreich. Insgesamt betrachtet glaube ich, dass wir mit der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland recht zufrieden sein dürfen.

Wie wird sich die Wirtschaft in Deutschland entwickeln?
Deutschland behauptet sich nach wie vor in einem starken internationalen Wettbewerb sehr gut. Sofern wir weiterhin innovativ sind, unsere Lohnforderungen moderat bleiben und das politische Umfeld uns weiterhin unterstützt, wird sich die gute konjunkturelle Entwicklung sicherlich weiter fortsetzten können. Wenn wir in Deutschland auch künftig unsere starke Position behaupten möchten, müssen wir die Bemühungen im Bereich Ausbildung und Forschung erweitern und intensivieren.

Was sind die größten Risiken, Risikofaktoren?
Dass wir Trends im Markt verschlafen, nicht rechtzeitig und im nötigen Umfang auf Kundenwünsche reagieren. Was mit Firmen passiert ist, die vor wenigen Jahren noch versucht haben, Handys ohne Kamera und Farbdisplay anzubieten, ist hinreichend bekannt.

Wo liegen die Märkte der Zukunft?
Für uns als global agierendes Unternehmen sicherlich auf der ganzen Welt. Das stärkste Wachstum erwarten wir jedoch in Nordamerika und Asien, hier insbesondere in China und Indien.

Gibt es sonst noch etwas, das Sie unseren Lesern mitteilen möchten?
Besuchen Sie doch einmal unsere website: http://www.sartorius-stedim.com Hier gibt es viel Neues und Interessantes zu entdecken.

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