Editorial
Gute Stimmung,
liebe LABO-Leser, kennzeichnet derzeit Politik und Wirtschaft. Denn endlich hat die Konjunkturlokomotive in Deutschland so viel Fahrt aufgenommen, dass sich dies auch spürbar positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt: Gut 820000 Arbeitslose weniger als noch vor einem Jahr weist die Statistik aus, was einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 11,5 auf 9,5 Prozent entspricht. Dieser Wert ist natürlich immer noch recht hoch, aber die Zahl der offenen Stellen nimmt weiter zu und nicht nur in der Metall- und Elektroindustrie brummt der Konjunkturmotor. Das lässt hoffen und Regierung wie Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen in den vergangenen Monaten mehrmals nach oben korrigiert. Keine Frage – es geht wieder aufwärts. Für 2007 rechnet man nun mit einem Wirtschaftswachstum von circa 2,5 Prozent, was dem vom vergangenen Jahr entsprechen würde.
Einen anhaltenden Aufwärtstrend können auch die deutschen Hersteller von Labor- und Analysengeräten verzeichnen. Für diese war bereits 2006 eines der besten Jahre seit langem, wie ihr Branchenverband Spectaris Ende April in Frankfurt mitteilte. Die Rede war sogar von einem Rekordjahr: Die Mitgliedsunternehmen erzielten eine Umsatzsteigerung auf 5,32 Milliarden Euro, was einer Zunahme von 13,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 entspricht. Der Inlandsumsatz wurde mit 2,52 Milliarden Euro (+12,0 Prozent) beziffert und auf die Erlöse im Ausland entfielen 2,80 Milliarden Euro (+15,1 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten nahm 2006 um 2 Prozent auf 32280 zu. Wichtigster Auslandsmarkt sind die USA mit einem Anteil von 15 Prozent. Danach folgen Frankreich mit 7 sowie Großbritannien, Italien und China mit jeweils 6 Prozent.
Auch für das laufende Jahr rechnet Spectaris mit weiterem Wachstum für die Analysen-, Bio- und Labortechnikbranche. So soll der Umsatz 2007 eneut um über 10 Prozent zulegen, wobei man für das Exportgeschäft von größeren Steigerungsraten als für den Inlandsumsatz ausgeht.
Laut SPECTARIS-Vorstandsvorsitzendem Dr. Michael Kaschke erwartet man ein deutlich zweistelliges Wachstum und weiteres Potenzial insbesondere im Geschäft mit Osteuropa und Südamerika. Ebenfalls erfreulich: Auch die Zahl der in der Branche Beschäftigten soll 2007 weiter steigen.













