News

"For Women in Science"-Programm

Elina Nürenberg, Doktorandin am Institut für Biochemie der Goethe-Universität in Frankfurt erhält den mit 20000 Euro dotierten "For Women in Science"-Förderpreis. Das von der deutschen UNESCO-Kommission, der Christiane-Nüsslein-Volhard-Stiftung und L¿Oréal geförderte Programm unterstützt jährlich drei junge, vielversprechende Nachwuchsforscherinnen, die gleichzeitig Mütter sind.

Das Preisgeld soll dazu beitragen, dass sie ihre vielversprechende Karriere auch nach der Familiengründung fortsetzen können. Die Preisverleihung findet statt am 20. Juni 2013 in Berlin im Rahmen einer Fachtagung des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Elina Nürenberg, deren Sohn bereits während ihres Studiums der Chemischen Biologie an der Technischen Universität Dortmund zur Welt kam, freut sich über das Preisgeld, das für Kinderbetreuung oder eine Entlastung im Haushalt verwendet werden soll. "Jetzt kann ich ohne schlechtes Gewissen länger arbeiten, weil ich weiß, dass ich die Zeit am Abend ganz meiner Familie widmen kann und nicht noch den Haushalt machen muss", sagt sie.

Ein Teil des Geldes steht auch für Coaching zur Verfügung, aber die Angebote der Graduiertenschule GRADE decken diesen Bereich für Nürenberg bereits gut ab. Ein weiterer Teil der Fördersumme soll auch in Projekte fließen, die die dauerhafte Vereinbarkeit von Beruf und Familie sichern. Dazu Nürenberg: "Ich denke, dass die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen die sinnvollste Verwendung für das Geld ist." Sie möchte damit die Ausstattung einer Kita an einer privaten deutsch-russischen Schule fördern, die ihr Sohn demnächst besuchen wird.

Die Forscherin ist in Riga geboren und wanderte mit acht Jahren nach Deutschland aus. Seit 2012 arbeitet die 27-jährige an ihrer Promotion am Institut für Biochemie von Prof. Robert Tampé. Dort erforscht sie die Synthese von Proteinen in der Zelle. Zentral für diesen Prozess ist das Ribosom. Es gleicht einer gigantischen makromolekularen Fabrik, die aus zwei Untereinheiten besteht. Sobald ein Protein fertiggestellt und vom Ribosom entlassen wurde, müssen die Untereinheiten getrennt werden - dieser Schritt heißt Ribosom-Recycling. Erst vor etwa fünf Jahren fand man heraus, dass das Protein ABCE1 für die Spaltung des Ribosoms verantwortlich ist. In der Arbeitsgruppe von Prof. Tampé sind bereits wichtige Funktionen von ABCE1 und dem Ribosom-Recycling-Prozess untersucht worden. Das Wissen über die Funktionsweise dieses Proteins auf molekularer Ebene soll dazu beitragen, die Proteinbiosynthese und damit die Funktion der Zelle besser zu verstehen.

Weitere Preisträgerinnen sind die Biochemikerin Simone Anderko von der Universität des Saarlandes und die Ärztin Rebecca Böhme von der Charité Berlin.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Effizienz und Leistung

Die neue Pioneer mit vielen Funktionen zum intelligenten Betrieb in Ihrem Labor. Mit antistatischem Stab zur Erdung. Weitere Informationen über die Waagen Pioneer PX

 

mehr...
Anzeige