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4. Außenwirtschaftstag Medizintechnik & Laborausstattung

Unter dem Motto "Kompetenz und Netzwerke für den Hightech-Mittelstand" fand am 25 Juni mit über 130 Gästen der 4. Außenwirtschaftstag Medizintechnik & Laborausstattung in Berlin statt. Die beiden Veranstalter, der Hightech-Branchenverband SPECTARIS und die German Healthcare Export Group (GHE), luden damit erneut zu einem impulsgebenden Dialog zwischen Politik und mittelständischen Unternehmen ins Auswärtige Amt. "Der Außenwirtschaftstag ist eine erstklassige Gelegenheit, Kontakte zur Politik zu knüpfen und sich mit Kollegen aus der Labor- und Medizintechnik auszutauschen. Besonders nützlich sind die Erfahrungsberichte von anderen Unternehmen", bewertete etwa Dr. Gunter Wobser von der Firma Lauda die Veranstaltung.

Im politischen Teil am Vormittag lobte Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, in ihrer Eröffnungsrede die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Auswärtigem Amt, Bundesministerium für Gesundheit und dem Ministerium für Wirtschaft und Technologie sowie den beteiligten Verbänden. Sie sieht es als Aufgabe des Auswärtigen Amtes an, die Stellung deutscher Unternehmen und den guten Ruf deutscher Produkte im Ausland zu stärken und aufrecht zu erhalten.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher, sowie der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Thomas Ilka, stellten die besondere Bedeutung der Branchen heraus und sprachen sich für eine weitere Stärkung des Auslandsgeschäftes der Unternehmen aus. Dafür seien offene Märkte und der Abbau von Handelshemmnissen, die Abschlüsse bilateraler Freihandelsabkommen, aber auch der Schutz des geistigen Eigentums notwendig. Zudem regten sie die Unternehmen zu einem nachhaltigen Dialog mit der Politik an. Ilka sprach auch von der Herausforderung, das bewährte Kontrollsystem für Medizinprodukte zu verbessern ohne unternehmerisches Wachstum zu verhindern.

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Dr. Tobias Weiler (SPECTARIS), Michael Koller (Münchener Medizin Mechanik), Viktor Elbling (Auswärtiges Amt), Thomas Ilka (Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit), Cornelia Pieper (Staatsministerin im Auswärtigen Amt), Ernst Burgbacher (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie), Prof. Detlev Ganten (Vorsitzender des Charité-Stiftungsrats). (Bild: Köhler/photothek.net)

Dr. Volker Berresheim vom Auswärtigen Amt riet den Unternehmen, sich zu aktuellen Entwicklungen in den Zielmärkten regelmäßig mit den dortigen Auslandsvertretungen auszutauschen. Als ein herausragender Mediziner mit langjähriger Expertise und einem ausgezeichneten internationalen Netzwerk beleuchtete Prof. Dr. Detlev Ganten die Gesundheitswirtschaft als häufig unterschätzter Wachstumstreiber für die deutsche Wirtschaft. Das durch die Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen erlangte Wissen sei Grundlage für den Exporterfolg.

Als Präsident des mittelständischen Unternehmens Münchener Medizin Mechanik GmbH berichtete Michael Koller von einem Aufbau eines Krankenhauses in Yola, Nigeria. Er appellierte an die Politik, internationale Partnerschaften stärker zu unterstützen und ermunterte die Unternehmen, sich stärker zu vernetzen, um über Systemexporte Absatzchancen besser zu nutzen.

Am Nachmittag wurden die Exportthemen in Foren vertieft. In den Länderforen, die sich mit den Regionen Lateinamerika, den ASEAN-Staaten sowie der Türkei befassten, zeigte sich, dass Unternehmen, um auf die unterschiedlichen Anforderungen in den Märkten adäquat reagieren zu können, auf ein gutes Netzwerk zurück greifen müssen. Neben verschiedenen Regionen standen auch diverse Themenfelder im Fokus, die in einem weiterführenden Dialog zwischen Politik und den Branchenverbänden diskutiert werden sollen. Dort wurde auf branchenrelevante Aspekte wie die Suche und Bindung von Fachkräften für Auslandsniederlassungen, Exportfinanzierungsfragen oder der Strategie im Umgang mit Händlernetzwerken eingegangen. Insgesamt zeigte sich auf dem Außenwirtschaftstag, dass es durch den zunehmenden internationalen Wettbewerb immer wichtiger wird, den Schulterschluss mit anderen Unternehmen und Partnern zu suchen und Herausforderungen im internationalen Geschäft frühzeitig klar zu benennen.

Der Außenwirtschaftstag findet jährlich im Auswärtigen Amt statt und bringt Unternehmen der Branchen Medizintechnik und Analysen-, Bio- und Labortechnik mit Vertretern aus Politik und öffentlichen Institutionen zu exportfokussierten Themen zusammen. Im kommenden Jahr wird die Veranstaltung wieder wie gewohnt im Herbst stattfinden.

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