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50 Jahre Karl-Winnacker-Institut

Das Karl-Winnacker-Institut der DECHEMA feiert am 9. Dezember 2011 sein 50-jähriges Jubiläum. Seit 1961 forschen Ingenieure, Chemiker und Werkstoffwissenschaftler unter einem Dach. Heute sind rund 70 Wissenschaftler, Doktoranden und technische Mitarbeiter dort tätig.

Sie arbeiten zum Beispiel an der Frage, mit welchen Materialien Hochtemperaturöfen ausgestattet werden müssen, die für die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammasche eingesetzt werden, oder wie natürliche Konservierungsstoffe aus Orangenabfällen gewonnen werden können. Die Forschungsaktivitäten richten sich vor allem auf die Entwicklung von nachhaltigen Lösungen für die Energiewandlung und -speicherung, den Korrosionsschutz, die Rückgewinnung anorganischer Wertstoffe und die Integration von chemischer und biotechnologischer Produktion. Viele der Projekte werden gemeinsam mit Industriepartnern durchgeführt, darunter eine ganze Anzahl im Rahmen der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung; von diesem Programm des BMWi profitieren vor allem klein- und mittelständische Unternehmen. Daneben führt das Institut eine Vielzahl von beruflichen Weiterbildungskursen durch.

Der Erfolg der Arbeit zeigt sich nicht nur im international hervorragenden Ruf des Instituts besonders im Bereich Werkstoffe und Korrosion, sondern auch in den Auszeichnungen seiner führenden Wissenschaftler: So erhält der stellvertretende Institutsleiter PD Dr. Jens Schrader in diesem Jahr den Otto von Guericke-Preis der AiF für die Entwicklung eines biotechnologischen Verfahrens zur Herstellung von Perillasäure. Prof. Dr.-Ing. Michael Schütze wurde bereits 1984 mit diesem Preis ausgezeichnet; er entdeckte den technisch bedeutsamen Halogen-Effekt, dank dem der Einsatz von Leichtbauwerkstoffen für Hochtemperaturanwendungen deutlich verbessert werden kann.

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Die Festveranstaltung zum Institutsjubiläum findet am Freitag, den 9. Dezember, ab 16.00 Uhr statt. Grußworte sprechen unter anderem der Vorsitzende der DECHEMA, Dr. Hans Jürgen Wernicke, DFG-Präsident Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, die Hauptgeschäftsführerin der AiF, Prof. Dr. Stefanie Heiden und der Generalsekretär der Volkswagenstiftung Dr. Wilhelm Krull. An den Namensgeber Karl Winnacker erinnert dessen Sohn Prof. Dr. Albrecht Winnacker; der derzeitige Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Michael Schütze führt durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Instituts und Prof. Dr. Marcel Liauw beleuchtet mit einem Augenzwinkern das Verhältnis zwischen Ingenieur und Chemiker.

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