5. Außenwirtschaftstag Medizintechnik & Laborausstattung

Bedeutung politischer Flankierung von Exportgeschäften wächst

Unter dem Motto "Exportkompetenz aus Politik und Wirtschaft im Dialog" fand am 16. September mit über 150 Gästen der 5. Außenwirtschaftstag Medizintechnik & Laborausstattung in Berlin statt. Die Veranstalter, das Auswärtige Amt, der Branchenverband SPECTARIS und die German Healthcare Export Group (GHE), luden erneut zu einem impulsgebenden Dialog zwischen Politik und mittelständischen Unternehmen ins Auswärtige Amt.

Unter dem Motto „Exportkompetenz aus Politik und Wirtschaft im Dialog" fand am 16. September mit über 150 Gästen der 5. Außenwirtschaftstag Medizintechnik & Laborausstattung in Berlin statt.

Den Tag eröffnete der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Stephan Steinlein, der die Rolle des Auswärtigen Amtes als Servicepartner der deutschen Wirtschaft unterstrich. Im anschließenden politischen Panel berichteten die relevanten Ressorts der vier Ministerien, wie konkrete Hilfestellungen aussehen können: Dieter Haller (Ministerialdirektor, Leiter der Abteilung für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung des Auswärtigen Amtes), Christian Lipicki (Leiter des Bereichs Grundsatzfragen Gesundheitswirtschaft und soziale Dienstleistungen beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Ortwin Schulte (Referatsleiter Bilaterale Gesundheitspolitik im Bundesministerium für Gesundheit) sowie Dr. Bernhard Felmberg (Unterabteilungsleiter in der Abteilung 1 des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit). Als wichtige Stellschrauben wurden lokale Partnerschaften und die Stärkung der Berufsausbildung vor Ort bewertet, um dem Fachkräftemangel zu begegnen sowie das Angebot von integrierten Systemlösungen. Aus aktuellem Anlass wurde die Themen Freihandelsabkommen auf der einen Seite und Sanktionen auf der anderen kontrovers diskutiert.

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Die Branchen sind Innovationstreiber. Im anschließenden Panel diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft über das Thema ¿Internationalisierung von Innovationen¿. Dr. Torsten Brandt, Karl Storz, sorgte sich um den Schutz des geistigen Eigentums. Die deutschen müssen ihre Innovationen schneller auf den Markt bekommen, meinte Prof. Dr. Joachim Warschat vom Fraunhofer Institut IAO. Die Identifizierung von Themen zu denen konkrete Problemlösungen gesucht werden, könne helfen, seine Innovationen auch durch Hilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) schneller auf dem Markt zu positionieren, riet Engelbert Beyer vom BMBF. Jochen Hölscher von GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple skizzierte die Chancen und Herausforderungen beim Internationalen Vertrieb von innovativen Produkten.

Wohin geht die Reise? Der Vortrag von Dr. Michael Meyer der Siemens AG Healthcare schloss den Vormittagsteil der Veranstaltung. Er prophezeite dem Gesundheitssystem weltweit große Veränderungen. Maschinenlesbare Daten kombiniert mit dem Wissen der Ärzte würden die Diagnostik und Therapiemöglichkeiten erheblich verändern und eine verstärkte Kooperationsbereitschaft aller beteiligten Akteure einfordern.

Am Nachmittag boten sechs Foren die Möglichkeit eines engen Austauschs mit externen Fachreferenten und Länderexperten des Auswärtigen Amtes. Hier standen die Themen Vertriebsstrukturen für den chinesischen Markt, Entwicklungen in der Golfregion, Lateinamerika mit Fokus auf die Analysen-, Bio- und Labortechnik sowie die Themen Neugründungen im Ausland, Globalisierung des Mittelstandes und Protektionismus auf dem Programm. In den Diskussionen wurde deutlich, dass vor allem ein rechtzeitiger Informationsfluss über die Auslandsvertretungen und Verbände bestehende Handelshemmnisse lösen kann.

Die Ergebnisbilanz des Auswärtigen Amts, SPECTARIS und GHE am Ende des Tages unterstrich die Bedeutung politischer Flankierung der Exportgeschäfte der Unternehmen: Stabile politische Rahmenbedingungen sind die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Auslandsgeschäft der Unternehmen der Branchen Medizintechnik und Analysen-, Bio- und Labortechnik.

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