Auszeichnung für Simon Boecker

Preis des DECHEMA-Zukunftsforums Biotechnologie 2014

Simon Boecker, Biotechnologieabsolvent der TU Berlin, erhält in diesem Jahr den Preis des Zukunftsforums der DECHEMA für herausragende, interdisziplinäre Forschungsbeiträge zur Biotechnologie.

Ausgezeichnet wurde seine Diplomarbeit "Expression of the Enniatin Synthetase in Aspergillus niger and Purification of its Product Enniatin". Die Hälfte des Preisgelds von insgesamt 3000 Euro stiftet die Firma Sartorius Stedim Biotech GmbH aus Göttingen. Der Preis wurde am 11. Juni 2014 in Berlin während der DECHEMA-Festveranstaltung "Biotechnologie - der Schlüssel zur Bioökonomie" in Berlin verliehen.

In seiner Arbeit, die er unter Betreuung von Prof. Vera Meyer und Prof. Roderich Süssmuth anfertigte, zeigte Boecker zum ersten Mal, dass Aspergillus niger als mikrobieller Produzent von Sekundärmetaboliten in der Biotechnologie genutzt werden kann. Bisher wurde dieser Hyphenpilz für die großtechnische Produktion von Proteinen, Enzymen und Zitronensäure eingesetzt. Anhand der Beispielsubstanz Enniatin - eine antimikrobielle Substanz, die für die Pharmaindustrie von Interesse ist - konnte Simon Boecker zeigen, dass A. niger sogar wirtschaftlich attraktive Mengen produzieren kann.

Simon Boecker hat die ganze Kette "vom Gen zum Produkt" erfolgreich bearbeitet: Den Transfer des Enniatinsynthetase-Gens aus Fusarium scirpi in A. niger, die Optimierung der Kultivierungsbedingungen, die zu einer 1000-fachen Steigerung der Produktausbeute führte, die Extraktion und Aufreinigung des Produkts sowie dessen Nachweis mittels Massenspektroskopie, Kernspinresonanz und Röntgenkristallographie. Zusätzlich konnte er mit Hilfe des transgenen A. niger-Stammes durch Zufütterung verschiedener D-Hydroxycarbonsäuren neuartige Enniatin-Analoga herstellen.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Molekulare Maschinen

Akkordarbeit am Nano-Fließband

Wissenschaftler haben eine neue elektrische Antriebstechnik für Nano-Roboter entwickelt. Mit dieser lassen sich molekulare Maschinen hunderttausendmal schneller bewegen als mit den bisher genutzten biochemischen Prozessen. Damit werden Nano-Roboter...

mehr...
Anzeige