Bioanorganische Chemie
Metalloproteine, Methoden, Konzepte
Zahlreiche Enzyme und andere Biomoleküle haben ein „anorganisches“ aktives Zentrum mit einem oder mehreren fest gebundenen Metall- oder Nichtmetallatomen. Die Methoden der bioanorganischen Chemie ermöglichen es, diese aktiven Metallkomplexe zu untersuchen und deren Mechanismen zu verstehen. Auf diese Weise können unter anderen Enzyme für biotechnische, chemische oder pharmazeutische Anwendungen optimiert werden. Diese werden in vielen Bereichen der chemischen Industrie eingesetzt.
Dieses Lehrbuch, das aus einer Vorlesung der Autoren an der Universität München hervorgegangen ist, erläutert im ersten Teil anhand ausgewählter Metalloproteine, dass die Natur die koordinationschemischen Prinzipien in einer Weise nutzt, die vorbildhaft für die Entwicklung synthetischer Katalysatoren sein können. Die Grundlagen der verschiedenen instrumentellen Methoden für die Untersuchung von Metalloproteinen werden im zweiten Teil des Buchs vorgestellt und untersucht.
Das Lehrbuch eignet sich für die Vorlesung und für das Selbststudium. Es arbeitet mit zahlreichen Fallbeispielen, was das Lernen erheblich erleichtert. Es ist modular aufgebaut, so dass das Buch bei den unterschiedlichsten Lehrveranstaltungen eingesetzt werden kann. Zudem stellt es eine wichtige Ergänzung zu den Standardlehrbüchern der Biochemie und der anorganischen Chemie dar, da die koordinationschemischen Grundlagen biochemischer Funktion besonders betont werden.
Bioanorganische Chemie. Metalloproteine, Methoden und Konzepte. Von Sonja Herres-Pawlis und Peter Klüfers. Verlag Wiley-VCH, Weinheim. 1. Auflage August 2017, 336 Seiten, 10 Tabellen, Broschur. Preis: 55,- Euro. ISBN: 978-3-527-33615-9. Auch als E-Book erhältlich.










